18-Millionen-Projekt soll Wald im Pinzgau vor Hochwasser und Muren schützen

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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In Wald im Pinzgau soll im September der Bau eines großen Hochwasserschutzprojekts beginnen. Dem Baustart gingen jahrelange Verhandlungen und Planungen voraus, erste Vorbereitungsarbeiten haben bereits stattgefunden. Das Projekt hat ein Volumen von 18 Millionen Euro und soll den Ort vor Muren, Geschiebe und Überschwemmungen aus der oberen Salzach schützen.

Filtersperre, Hangsicherung und stabile Flusssohle

Kern des Schutzprojekts ist eine Anlage, die Geschiebe und Wildholz in der oberen Salzach ausfiltern soll. Zusätzlich werden Hänge im betroffenen Bereich gesichert und die Sohle der Salzach stabilisiert. Damit soll verhindert werden, dass sich bei starken Abflussereignissen Material im Flussbett aufstaut und die Wassermassen unkontrolliert austreten.

Hintergrund der Maßnahme sind mehrere geschiebereiche Abflussprozesse, die in den vergangenen Jahren im Bereich der Obersten Salzach beobachtet wurden. Entsprechende Ereignisse gab es unter anderem in den Jahren 2012, 2014, 2015 und 2022. Am 17. und 18. Juli 2021 reichte der vorhandene Rückhalteraum im Bereich der Filtersperre nach damaligen Angaben gerade noch aus, um ein Überborden des Gerinnes zu verhindern.

Von dem Schutzprojekt sollen künftig 349 Wohn- und Betriebsobjekte sowie landwirtschaftliche und öffentliche Objekte profitieren. Geschützt werden zudem rund 6,3 Kilometer Bundes- und Landesstraße, 2,6 Kilometer eingleisige Bahnstrecke und 7 Kilometer Gemeinde- und sonstige Wege. Auch die 380-kV-Leitung Kaprun–Zillertal der Austrian Power Grid soll durch die Baumaßnahmen gesichert werden.

Die Bauarbeiten sind in mehreren Etappen bis zum Jahr 2035 geplant. Franz Anker von der Wildbach- und Lawinenverbauung zufolge sollen die eigentlichen Baumaßnahmen im Herbst intensiv beginnen.

Geschiebe als Risikofaktor an Gebirgsflüssen

Grundsätzlich stellt Geschiebe – also von Wasser mitgeführtes Gesteinsmaterial, Kies und Wildholz – an alpinen Flüssen eine besondere Herausforderung dar. Bei starken Niederschlägen oder Schneeschmelze kann sich in steilen Einzugsgebieten größere Materialmenge lösen und flussabwärts transportiert werden. Lagert sich dieses Material im Flussbett ab, verringert sich der Abflussquerschnitt, wodurch das Risiko steigt, dass Wasser über die Ufer tritt.

Filtersperren werden in der Wildbach- und Lawinenverbauung eingesetzt, um genau dieses Geschiebe gezielt zurückzuhalten, bevor es in dichter besiedelte oder infrastrukturell sensible Bereiche gelangt. Ergänzend dazu dient die Sicherung von Hängen dazu, das Ablösen von Material an der Quelle zu verringern. Eine stabile Flusssohle wiederum soll verhindern, dass sich der Fluss durch Erosion eintieft oder seinen Lauf verlagert, was wiederum die Wirkung von Schutzbauten beeinträchtigen könnte.

Solche Schutzprojekte an Gebirgsflüssen sind in der Regel auf lange Zeiträume ausgelegt. Sie schützen üblicherweise nicht nur Wohngebäude, sondern auch Verkehrswege und Energieinfrastruktur, da Straßen, Bahnstrecken und Stromleitungen in Alpentälern häufig auf begrenztem Raum entlang der Flussläufe verlaufen. Ein einzelnes Hochwasserereignis kann dadurch mehrere Infrastrukturbereiche gleichzeitig beeinträchtigen, weshalb Schutzbauten häufig mehrere Nutzungsarten gemeinsam berücksichtigen.

Die Umsetzung solcher Vorhaben erstreckt sich meist über mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte, da Bauarbeiten an aktiven Gewässern nur in bestimmten Zeitfenstern möglich sind und einzelne Bauabschnitte aufeinander abgestimmt werden müssen. Zudem erfordern Projekte dieser Größenordnung umfangreiche Vorarbeiten, etwa hydrologische Untersuchungen, Abstimmungen mit betroffenen Gemeinden sowie die Klärung von Grundstücks- und Genehmigungsfragen, bevor der eigentliche Bau beginnen kann.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.