300 Baustellen: Niederösterreich erneuert Landesstraßen im großen Stil

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Rund 300 Baustellen auf Niederösterreichs Landesstraßen

Auf den Landesstraßen in Niederösterreich laufen derzeit rund 300 Baustellen. Fahrbahnen, Kreuzungen und Brücken werden erneuert oder ausgebaut. An den Arbeiten sind etwa 3.000 Beschäftigte des Straßendienstes und der Straßenmeistereien beteiligt.

Zuständig für den Bereich ist Verkehrslandesrat und Landeshauptfrau-Stellvertreter Udo Landbauer (FPÖ).

Größere Bauprojekte

Zu den größeren Vorhaben zählen die Anschlussstelle Wöllersdorf im Bezirk Wiener Neustadt sowie die Fortsetzung des Ringschlusses der B 17 in Wiener Neustadt. Im Waldviertel wird die geplante Umfahrung von Großglobnitz und Kleinpoppen im Bezirk Zwettl weiter vorangetrieben.

Auf der B 3 zwischen Bisamberg und Langenzersdorf im Bezirk Korneuburg wird die Fahrbahn auf rund 700 Metern Länge erneuert. Anlass dafür sind unter anderem Spurrinnen und Netzrisse. Während der Bauzeit wird der Verkehr halbseitig vorbeigeführt, die Kosten belaufen sich auf rund 535.000 Euro.

In Gstadt bei Waidhofen an der Ybbs wird die B 31 auf einer Länge von 1,3 Kilometern erneuert und verbreitert. Vorgesehen sind ein neuer Linksabbiegestreifen, zwei Busbuchten und eine Erneuerung der Straßenentwässerung. Die Gesamtkosten liegen bei rund 677.000 Euro, wovon das Land etwa 610.000 Euro trägt.

Bei Tröstelberg in der Gemeinde Haidershofen im Bezirk Amstetten wird ein 1,2 Kilometer langer Abschnitt der B 122 generalsaniert. Dabei wird die Fahrbahn verbreitert und eine Kurve korrigiert. Der Abschnitt ist seit Ende Mai halbseitig gesperrt, die Arbeiten sollen bis Ende Oktober abgeschlossen sein.

Kreuzungen, Brücken und weitere Sanierungen

In Oberweiden im Bezirk Gänserndorf wird die Kreuzung der Landesstraßen L 3004 und L 3005 umgebaut. Sie soll künftig als versetzte Doppel-T-Kreuzung ausgeführt werden. Für den Umbau sind rund 470.000 Euro vorgesehen.

Zwischen St. Pölten und Kleinhain im Bezirk St. Pölten befindet sich die Erneuerung eines 1,8 Kilometer langen Abschnitts der L 100 in der Schlussphase. Die Kosten dafür wurden mit rund 490.000 Euro angegeben.

Bei Klausen Leopoldsdorf im Bezirk Baden entsteht im Zuge der L 110 eine neue Brücke über den Lammeraubach, die rund 100.000 Euro kosten soll. In Heiligenkreuz, ebenfalls im Bezirk Baden, wird die Sattelbachbrücke an der B 11 erneuert. Sie soll künftig eine breitere Fahrbahn sowie einen kombinierten Geh- und Radweg erhalten. Für dieses Vorhaben sind rund 1,2 Millionen Euro vorgesehen.

Bereits abgeschlossen ist die Erneuerung der Ortsdurchfahrt von Ertl im Bezirk Amstetten im Zuge der L 86, die Anfang Juli fertiggestellt wurde. In Warth im Bezirk Neunkirchen wurde die Fahrbahn der L 143 auf einer Länge von 530 Metern erneuert, die Kosten dafür werden mit rund 150.000 Euro angegeben. Bei Schönkirchen Reyersdorf, ebenfalls im Bezirk Neunkirchen, wurde ein 880 Meter langer Abschnitt der L 3025 saniert, wofür rund 550.000 Euro investiert wurden.

Abgeschlossen ist zudem die Sanierung des Kreisverkehrs und der angrenzenden Fahrbahnen bei Gunnersdorf im Bezirk Amstetten im Bereich der B 122 sowie der Landesstraßen L 6216 und L 6217. Die Arbeiten kosteten rund 225.000 Euro.

Kritik der NEOS

Die NEOS kritisieren, dass der alleinige Fokus auf Straßenbauprojekte an den Lebensrealitäten der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher vorbeigehe. Die Partei fordert neben einer leistungsfähigen Straßeninfrastruktur mehr Investitionen in sichere Radwege und attraktive Mobilitätsalternativen.