50 Jahre Gurtpflicht in Österreich: Anschnallquote hoch, Risiko für Ungegurtete bleibt deutlich erhöht
Am 15. Juli 1976 wurde in Österreich die Gurtpflicht eingeführt. Seither hat sich das Anschnallverhalten deutlich verändert: Laut ÖAMTC schnallen sich heute österreichweit fast 95 Prozent der Autofahrerinnen und Autofahrer an. In Salzburg fahren dennoch rund zehn Prozent der Verkehrsteilnehmenden ohne Gurt.
Die Unfallstatistiken belegen den Schutzeffekt des Sicherheitsgurts deutlich. Laut Statistik Austria erleiden zehn Prozent aller angeschnallten Personen bei einem Unfall schwere oder tödliche Verletzungen. Bei ungesicherten Insassen liegt diese Quote bei 32 Prozent.
Ungegurtete überproportional unter Todesopfern
Im Jahr 2025 kamen in Österreich 166 Pkw-Insassen ums Leben. 27 Prozent davon waren zum Unfallzeitpunkt nicht angeschnallt. In den vergangenen zehn Jahren lag der Anteil der tödlich verunglückten Pkw-Insassen ohne Gurt konstant zwischen 25 und 35 Prozent.
Besonders auffällig ist das Verhalten bestimmter Altersgruppen. Laut Unfallstatistik liegt der Anteil der Todesopfer ohne Gurt unter Männern zwischen 25 und 34 Jahren sowie zwischen 55 und 64 Jahren bei jeweils rund 40 Prozent. Männer weisen laut ÖAMTC-Erhebung insgesamt eine Anschnallquote von rund 92 Prozent auf, Frauen hingegen von 96 Prozent.
Technische Entwicklung und rechtlicher Rahmen
Das erste Patent für einen Sicherheitsgurt wurde 1903 zugelassen. Ab 1974 wurden Sicherheitsgurte verpflichtend in Neuwagen eingebaut. Strafen für das Nichtanschnallen wurden in Österreich ab 1984 verhängt. Martina Schlegel-Lanz ist Landesdirektorin des ÖAMTC Salzburg.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








