98,65 Prozent Funktionsquote: Zwölf Sirenen in Kärnten beim Probealarm ausgefallen

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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In Kärnten haben am Samstag 880 von insgesamt 892 Sirenen beim österreichweiten Zivilschutz-Probealarm funktioniert. Das entspricht einer Funktionsquote von 98,65 Prozent. Zwölf Sirenen im Bundesland waren demnach nicht funktionstüchtig.

Ablauf des Probealarms in Kärnten

Der Probealarm begann um 12.00 Uhr. In 15-minütigen Abständen wurden die Signale „Zivilschutz Warnung“ und „Zivilschutz Alarm“ ausgesendet, um 12.45 Uhr folgte die „Zivilschutz Entwarnung“. In Kärnten kommen dafür 722 funkgesteuerte Motorsirenen, 124 stromunabhängige SISIPAK-Anlagen und 46 elektronische Sirenen zum Einsatz.

Neben den Sirenen wurde auch das Bevölkerungswarnsystem AT-Alert getestet. Es soll im Ernstfall betroffene Menschen direkt über ihr Mobiltelefon erreichen. Landeshauptmann Daniel Fellner bezeichnete den jährlichen Probealarm als wichtige Gelegenheit, die eigenen Sicherheitskenntnisse zu prüfen.

Sirenensignale und ihre Bedeutung

Grundsätzlich dient der jährliche Probealarm dazu, die Einsatzbereitschaft der Warnsysteme flächendeckend zu überprüfen. Die unterschiedlichen Sirenensignale haben dabei jeweils eine festgelegte Bedeutung: Das Signal „Warnung vor einer Gefahr“ weist auf eine mögliche Bedrohung hin, bei der Radio- oder Fernsehgeräte eingeschaltet werden sollten, um weitere Informationen zu erhalten. Das Signal „Alarm“ steht für eine unmittelbare Gefahr, in deren Folge die Bevölkerung üblicherweise angehalten wird, Gebäude aufzusuchen und Schutz zu suchen. Das Entwarnungssignal zeigt an, dass die akute Gefahrenlage vorüber ist.

Die eingesetzte Sirenentechnik unterscheidet sich je nach Standort. Funkgesteuerte Motorsirenen bilden in vielen Bundesländern das Rückgrat des Warnsystems, da sie zentral ausgelöst werden können. Stromunabhängige Anlagen wie die in Kärnten verwendeten SISIPAK-Systeme kommen insbesondere dort zum Einsatz, wo eine kontinuierliche Stromversorgung nicht gesichert werden kann, etwa in abgelegenen oder besonders exponierten Lagen. Elektronische Sirenen ergänzen das System an weiteren Standorten und ermöglichen zusätzliche akustische Signalvarianten.

Ergänzend zu den klassischen Sirenen wird in Österreich das Mobilfunk-Warnsystem AT-Alert eingesetzt. Es basiert auf einer Technologie, die Warnmeldungen direkt an Mobiltelefone in einem betroffenen Gebiet sendet, ohne dass eine App installiert oder eine Telefonnummer bekannt sein muss. Damit soll die Bevölkerung auch dann erreicht werden, wenn Sirenen allein etwa wegen der Entfernung oder aufgrund von Umgebungslärm nicht wahrgenommen werden.

Technische Wartung der Sirenenanlagen

Der jährliche Probealarm dient zugleich dazu, einzelne technische Mängel an den Anlagen zu erkennen. Sirenen werden regelmäßig gewartet, dennoch können einzelne Komponenten wie Lautsprecher, Steuerungseinheiten oder Funkempfänger ausfallen. Eine bundesweit beziehungsweise landesweit hohe Funktionsquote gilt dabei allgemein als Indikator für die grundsätzliche Zuverlässigkeit des Gesamtsystems, auch wenn einzelne Standorte im Nachgang überprüft und instandgesetzt werden müssen.