Eine achtjährige Lilly Brunner aus Imbach im Bezirk Krems hat ihrem Vater nach einem Hornissenstich das Leben gerettet. Josef Brunner, Bezirkskommandant beim Roten Kreuz Krems, wurde bei Gartenarbeiten von einer Hornisse an der Schläfe gestochen und erlitt daraufhin einen anaphylaktischen Schock. Seine Tochter übernahm während des Notrufs zentrale Aufgaben, nachdem ihr Vater bewusstlos geworden war.
Sekunden nach dem Stich wird die Lage kritisch
Josef Brunner war am Nachmittag beim Fliederschneiden im Garten tätig, als ihn eine Hornisse an der Schläfe stach. Zunächst versorgte er die Einstichstelle selbst mit einem Kühlpack. Kurz darauf entwickelte sich durch das Hornissengift ein anaphylaktischer Schock. Noch bei Bewusstsein wählte Brunner den Notruf, verlor jedoch während des Telefonats das Bewusstsein.
In diesem Moment übernahm seine achtjährige Tochter Lilly das Gespräch mit der Notrufzentrale. Sie verständigte zudem mithilfe ihrer Smartwatch ihre Mutter Marie-Jeanne Brunner, die als Allgemeinmedizinerin und Notärztin arbeitet und sich zu diesem Zeitpunkt in ihrer Praxis befand. Lilly öffnete anschließend mit der Fernbedienung das Gartentor und wies die eintreffenden Rettungskräfte ein.
Marie-Jeanne Brunner traf ein und versorgte ihren Mann mit einer Injektion. Josef Brunner wurde in der Folge ins Klinikum Krems gebracht. Bereits am nächsten Tag konnte er das Krankenhaus wieder verlassen. Der Vorfall ereignete sich während der Ferienzeit.
Frühe Vorbereitung auf den Ernstfall
Lilly Brunner hatte bereits mehrere Kindernotfallkurse besucht. Schon im Alter von drei Jahren begleitete sie ihre Mutter zu solchen Kursen. Diese frühzeitige Auseinandersetzung mit Notfallsituationen dürfte dazu beigetragen haben, dass sie in der akuten Situation rasch und gezielt handeln konnte.
Wie der Körper auf Insektengift reagieren kann
Stiche von Hornissen, Wespen oder Bienen lösen bei den meisten Menschen lediglich lokale Reaktionen wie Schwellungen und Schmerzen aus. Bei manchen Personen kann das Insektengift jedoch eine allergische Reaktion des gesamten Körpers hervorrufen. In besonders schweren Fällen kommt es zu einem anaphylaktischen Schock, bei dem der Kreislauf stark beeinträchtigt wird. Mögliche Anzeichen sind unter anderem ein Blutdruckabfall, Atembeschwerden oder Bewusstlosigkeit.
Ein anaphylaktischer Schock gilt grundsätzlich als akut lebensbedrohlicher Zustand, der eine sofortige medizinische Versorgung erfordert. Bei bekannten Insektengiftallergien wird üblicherweise ein Notfallset mit einem Adrenalin-Autoinjektor empfohlen, das im Ernstfall rasch zum Einsatz kommen kann.
Für den Ablauf eines Notrufs gilt allgemein, dass die Leitstelle möglichst genaue Angaben zum Ort des Geschehens, zum Zustand der betroffenen Person und zu bereits eingeleiteten Maßnahmen benötigt. Kinder werden in Erste-Hilfe- und Notfallkursen zunehmend gezielt darauf vorbereitet, in Ausnahmesituationen ruhig zu bleiben, wichtige Informationen weiterzugeben und einfache, aber wirkungsvolle Handlungen wie das Öffnen einer Zufahrt für Rettungskräfte selbstständig zu übernehmen.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.







