Alberschwende benennt Hermann-Gmeiner-Saal in „Dorfsaal“ um
Die Gemeinde Alberschwende im Vorarlberg hat ihren bisherigen Hermann-Gmeiner-Saal offiziell in „Dorfsaal“ umbenannt. Die Gemeindevertretung fasste den entsprechenden Beschluss am Montag.
Hintergrund ist die Veröffentlichung von Vorwürfen wegen sexualisierter Gewalt gegen Hermann Gmeiner, den verstorbenen Gründer des SOS-Kinderdorfs. Eine Reformkommission des SOS-Kinderdorf Österreich hatte die Vorwürfe aufgearbeitet.
Umbenennung und Distanzierung
Neben der Umbenennung des Saals hat sich die Gemeinde Alberschwende auch von der Ehrenbürgerschaft Gmeiners distanziert. Die Bevölkerung hatte vorab die Möglichkeit, Namensvorschläge für die Umbenennung einzubringen.
Mehrere Gegenstände mit Bezug zu Gmeiner sollen aus dem öffentlichen Raum entfernt und ins Depot des Heimatmuseums Alberschwende überführt werden. Dazu zählen die Büste Gmeiners, die alte Saalaufschrift, die Ausstattung im Saalinneren, eine Musikbox mit dem Hermann-Gmeiner-Lied „Kinder stark machen“ sowie Geschichtstafeln des SOS-Kinderdorfs im Umfeld des Denkmals.
Aufarbeitung in Zusammenarbeit mit dem Heimatmuseum
Die Gemeinde hat einen Aufarbeitungsprozess gestartet. Die Spuren Gmeiners sollen dabei in Zusammenarbeit mit dem Heimatmuseum Alberschwende aus dem öffentlichen in den musealen Raum verlagert werden.








