Der Almkanal in der Stadt Salzburg wird ab Samstag, 5. September 2026, für die jährliche Almabkehr trockengelegt. Die Arbeiten dauern drei Wochen und enden am 25. September 2026. In dieser Zeit werden Kanalbett und Anlagen gereinigt, gewartet und repariert.
Trockenlegung in mehreren Stadtteilen
Der Almkanal zieht sich durch die südlichen Salzburger Stadtteile Morzg, Gneis, Leopoldskron, Nonntal, Riedenburg, Maxglan und Mülln. Während der dreiwöchigen Almabkehr bleibt der Wasserlauf in diesem Bereich trocken, damit die notwendigen Instandhaltungsarbeiten durchgeführt werden können.
Eine Petition, mit der eine Verschiebung der Almabkehr erreicht werden sollte, ist abgelehnt worden. Begründet wurde die Ablehnung damit, dass es sich beim Almkanal nicht um ein Badegewässer handle.
Für die Zeit nach der Wiederinbetriebnahme sind zwei Nutzungen des Wassers bestätigt: Die Salzburger Festspiele benötigen das Kühlwasser aus dem Almkanal, zudem nutzt das Heizkraftwerk Mitte das Wasser nach der Abkehr.
Wasserführung und Verlauf des Kanals
Der Almkanal wird aus der Berchtesgadener Königsseer Ache gespeist. Der künstlich angelegte Wasserlauf mündet an sieben Stellen in die Salzach. Über weite Strecken verläuft der Kanal unterirdisch. Sichtbar an der Oberfläche ist das Wasser unter anderem bei der Mühle in St. Peter sowie am Universitätsplatz.
Ein historisches Bauwerk der Stadt
Der Almkanal besteht seit dem 12. Jahrhundert und zählt damit zu den älteren technischen Anlagen im Salzburger Stadtgebiet. Grundsätzlich dienen künstliche Wasserläufe dieser Art traditionell mehreren Zwecken zugleich: Sie versorgen gewerbliche und industrielle Nutzer mit Wasser, speisen technische Anlagen und prägen zugleich das Stadtbild an den Stellen, an denen sie oberirdisch sichtbar werden.
Bei vergleichbaren historischen Wasserbauten ist eine regelmäßige Wartung notwendig, um Ablagerungen im Kanalbett zu entfernen und die Funktionsfähigkeit der Anlagen dauerhaft zu erhalten. Eine zeitweise Trockenlegung ermöglicht dabei Arbeiten, die im laufenden Betrieb nicht durchführbar wären, etwa die Reparatur von Bauteilen, die unter Wasser liegen.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.







