Das Europäische Forum Alpbach (EFA) ist am Sonntag, den 31. August 2026, in die zweite Tagungswoche gestartet. Unter dem Motto „How Europe Wins“ läuft die Veranstaltung noch bis Freitag. Zum Auftakt der zweiten Woche empfängt EFA-Chef Othmar Karas den ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Enrico Letta sowie den indischen Parlamentarier und früheren UNO-Diplomaten Shashi Tharoor.
Britischer Minister erstmals in einem EU-Staat
Zu den Gästen der zweiten Tagungswoche zählt auch Hamish Falconer, Minister für europäische Beziehungen der britischen Labour-Regierung. Falconer trat sein Amt vor einem Monat an. Sein Besuch in Alpbach ist die erste Reise in einen EU-Mitgliedsstaat seit seinem Amtsantritt. In einer Debatte treten außerdem die österreichische Europaministerin Claudia Bauer, ihr irischer Amtskollege Thomas Byrne sowie der polnische Europastaatssekretär Ignacy Niemczycki auf.
Unter den weiteren Teilnehmern befinden sich Außenministerin und NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger, der albanische Außenminister Ferit Hoxha, die Generaldirektorin des Wiener UNO-Sitzes, Monica Juma, sowie der bulgarische Politikwissenschaftler Ivan Krastev. Aus der österreichischen Bundesregierung nehmen insgesamt zehn Mitglieder teil. Bundeskanzler Christian Stocker von der ÖVP hat sich für heuer allerdings nicht angekündigt.
Staatsoberhäupter aus dem deutschsprachigen Raum
Bundespräsident Alexander Van der Bellen wird am Mittwoch in Alpbach eintreffen. Im Rahmen seines Besuchs ist ein Arbeitstreffen der Staatsoberhäupter des deutschsprachigen Raums vorgesehen. Zugesagt haben Erbprinz Alois von Liechtenstein, der belgische König Philippe, Großherzog Guillaume von Luxemburg, der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sowie der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin.
Auch internationale Organisationen sind mit hochrangigen Vertretern präsent. Rebeca Grynspan, Generalsekretärin der UNO-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD), Wirtschaftswissenschaftlerin und ehemalige Vizepräsidentin von Costa Rica, nimmt ebenso teil wie UNO-Generalsekretär António Guterres. Weitere Gäste sind die guyanische Diplomatin Carolyn Rodrigues Birkett und der argentinische Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi. Von der EU-Kommission ist Magnus Brunner, zuständig für Migration und innere Sicherheit, als einziger Kommissar vor Ort. Zudem nimmt Kata Tütto, ungarische Präsidentin des Europäischen Ausschusses der Regionen, an dem Forum teil.
Regionale Zusammenarbeit und österreichische EU-Abgeordnete
Bereits am Sonntag ging der Abschluss der sogenannten „Euregio Tage“ über die Bühne, an dem die Landeshauptleute Anton Mattle (Tirol), Arno Kompatscher (Südtirol) und Maurizio Fugatti (Trentino) teilnahmen. Aus dem Europäischen Parlament reisten die österreichischen Abgeordneten Andreas Schieder und Evelyn Regner (beide SPÖ), Lukas Mandl (ÖVP) sowie Helmut Brandstätter (NEOS) an.
Ein Forum mit langer Tradition
Das Europäische Forum Alpbach findet seit Jahrzehnten im Tiroler Bergdorf Alpbach statt und versteht sich als Plattform für Gespräche zwischen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Othmar Karas, ehemaliger EU-Abgeordneter der ÖVP, leitet das Forum inzwischen als Präsident. Üblicherweise wechseln sich bei derartigen Veranstaltungen Podiumsdiskussionen, Arbeitsgruppen und bilaterale Gespräche am Rande ab, wodurch neben den offiziellen Programmpunkten auch informelle Kontakte zwischen hochrangigen Vertretern aus Politik und internationalen Organisationen entstehen.
Die Beteiligung von Staatsoberhäuptern, Ministern und Spitzenvertretern internationaler Institutionen ist bei europäischen Dialogforen dieser Art keine Seltenheit. Solche Treffen bieten Regierungen und Organisationen die Gelegenheit, aktuelle europapolitische Fragen unabhängig vom formalen Rahmen von EU-Gipfeln oder UNO-Sitzungen zu erörtern. Gerade der Austausch zwischen EU-Mitgliedstaaten und Staaten außerhalb der Union, wie im Fall der britischen Regierung, gehört zu den wiederkehrenden Themen derartiger Formate, da die Beziehungen zwischen der EU und







