Alpenverein startet Aufklärungsoffensive gegen Bettwanzen auf Berghütten
Der Österreichische Alpenverein hat eine Aufklärungsoffensive gestartet, um die Verbreitung von Bettwanzen auf Alpenhütten zu verhindern. Die Initiative erfolgt gemeinsam mit dem Deutschen Alpenverein und dem Alpenverein Südtirol.
Ziel ist es, sowohl Gäste als auch Hüttenwirtsleute zu informieren und zu sensibilisieren. Eingesetzt werden dabei Flyer, Aushänge sowie Online-Beiträge in den Vereinsmedien. Ergänzend hat der Österreichische Alpenverein eine Podcast-Folge zum Thema veröffentlicht.
Hintergrund und Ausmaß
Bettwanzen sind zwischen einem und acht Millimeter groß und werden häufig unbemerkt über Gepäck oder Kleidung transportiert. Im Jahr 2025 gingen beim Österreichischen Alpenverein fünf Verdachtsmeldungen zu möglichem Bettwanzenbefall ein. Der Verein betreibt insgesamt 223 Hütten. Carolin Scharfenstein aus der Abteilung Hütten und Wege des Österreichischen Alpenvereins ist an der Umsetzung der Maßnahmen beteiligt.
Die Bekämpfung eines Befalls ist mit erheblichem Aufwand und hohen Kosten verbunden. Bei einem Verdachtsfall werden umgehend eine professionelle Schädlingsbekämpfung durch Fachfirmen, die Information der Hüttengäste sowie ein Monitoring eingeleitet. Speziell ausgebildete Wanzenspürhunde können dabei eingesetzt werden, um Bettwanzen aufzuspüren.
Empfehlungen für Hüttengäste
Gästen wird empfohlen, fest verschließbare Beutel zur Aufbewahrung des Rucksacks mitzunehmen. Kleidung sollte nach einem Hüttenaufenthalt bei mindestens 40 °C gewaschen oder alternativ drei Tage bei -18 °C eingefroren werden. Einige Hütten haben bereits eigene Präventionsmaßnahmen eingeführt und informieren Gäste bei der Reservierung oder auf ihrer Website darüber.








