Asbest in Wiener Straßen: Parteien fordern Aufklärung und Maßnahmen
In Wien sind Asbest-Asphalt-Belastungen auf acht Straßen festgestellt worden. Greenpeace führte Analysen durch und wies dabei an der Rosenhügelstraße an der Grenze zwischen Hietzing und Liesing nahezu reinen Amphibolasbest nach, der als hoch krebserregend gilt. Das Thema hat mittlerweile politische Reaktionen ausgelöst.
Die Stadt Wien reagierte auf die Befunde mit einem neuen Verfahren: Bei jedem Straßenbauprojekt der MA 28, bei dem ein Straßenaufbruch stattfindet, wird der bestehende Straßenkörper künftig auf Asbest untersucht. Greenpeace lobte die Stadt für die schnelle Reaktion und die gesetzten Maßnahmen.
Forderungen aus der Opposition
Die ÖVP in den betroffenen Bezirken verlangt eine lückenlose Aufklärung. Bezirksvorsteherin Johanna Zinkl aus Hietzing und Patrick Gasselich, Bezirksparteiobmann der ÖVP in Liesing, haben sich in dieser Sache zu Wort gemeldet.
FPÖ-Umweltsprecher Michael Stumpf forderte eine Offenlegung sämtlicher Lieferketten und Materialherkünfte der vergangenen Jahre sowie flächendeckende Untersuchungen aller Verdachtsflächen in Wien. Die Wiener Grünen richteten an die rot-pinke Stadtregierung die Forderung nach einem Plan zur systematischen Erfassung, Überprüfung und Beseitigung gesundheitsschädlicher Belastungen durch Straßenstäube.







