Asbestfunde in Wien-Liesing: Proben in Auswertung, weitere Verdachtsfälle gemeldet
In Wien-Liesing sind Asbestfunde bekannt geworden, die im angrenzenden Wohngebiet für Beunruhigung sorgen. Erste Proben befinden sich bereits in der Laboruntersuchung, Ergebnisse werden erst im Laufe des Sommers erwartet.
Laut Stadt Wien sind Proben von allen acht Verdachtsflächen ins Labor gelangt. Zunächst werden dabei jene Proben ausgewertet, die von der Umweltorganisation Greenpeace stammen. Ziviltechniker Heinz Kropiunik bestätigt, dass die Proben Asbest enthalten. Die ersten Proben kamen laut Kropiunik im März ins Labor.
Fasern in Straßenasphalt nachgewiesen
Unter dem Mikroskop sind Fasern erkennbar, die bei Freisetzung krebserregend sein können. Die Fasern stammen von Steinen, die im Asphalt der Straßen enthalten sind. Durch darüberfahrende Fahrzeuge können diese Steine zu Bröseln zerkleinert werden. Asbestbelastete Steine können laut Greenpeace-Sprecher Stefan Stadler auch auf Spielplätzen oder Gehwegen vorkommen.
Kropiunik schätzt die Belastung für Personen, die mit geöffneten Fenstern eine belastete Straße befahren, als gering ein. Zu gesundheitlichen Auswirkungen auf Menschen, die in betroffenen Gebieten wohnen oder sich dort dauerhaft aufhalten, liegen laut Kropiunik nur wenige Erfahrungswerte vor. Wissenschaftliche Untersuchungen oder Messwerte zu möglichen Witterungseinflüssen auf die Asbestfreisetzung existieren nicht.
Weitere Verdachtsfälle und Forderungen
Greenpeace hat aus der Bevölkerung fünf neue Meldungen zu verdächtigen Stellen erhalten. Einen dieser Verdachtsfälle hat die Organisation bereits bestätigt und auf einer Online-Karte eingetragen. Stefan Stadler fordert, dass stark befahrene Straßen möglichst rasch saniert werden. Für Seitenstraßen spricht er sich dafür aus, zunächst systematisch zu dokumentieren, wo asbesthaltige Asphalte vorhanden sind.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








