Aumannplatz-Umbau: Grüne und SPÖ einigen sich auf 3,2-Millionen-Projekt in Währing

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Die geplante Umgestaltung des Aumannplatzes in Wien-Währing sorgt weiterhin für Diskussionen im Bezirk. Grüne und SPÖ haben sich nun auf ein neues Arbeitsübereinkommen verständigt, in dem der Umbau des Platzes als gemeinsames Projekt festgehalten ist. Die Gesamtkosten werden auf 3,2 Millionen Euro geschätzt. Über das Vorhaben muss die Bezirksvertretung im Dezember noch mit Mehrheit entscheiden.

Bürgerinitiative gegen die Pläne für den Platz

Gegen die Umgestaltung des Aumannplatzes hat sich eine Bürgerinitiative formiert. Konkrete Pläne für den Platz wurden inzwischen präsentiert. Details zur Gestaltung im Einzelnen wurden dabei ebenso genannt wie die einzelnen Kostenblöcke des Vorhabens.

Für die neue WC-Anlage sind rund eine halbe Million Euro veranschlagt. Die Begrünung des Platzes soll knapp eine Million Euro kosten. Die Straßenarbeiten samt neuer Baumstandorte beim Carolusheim sind mit eineinhalb Millionen Euro der größte Einzelposten. Für eine neue Straßenbeleuchtung sind 170.000 Euro vorgesehen.

Die entsprechenden Änderungen im Bezirksbudget sollen noch diese Woche im Finanzausschuss beschlossen werden. Eine Förderung des Bundes für das Projekt ist bereits zugesagt. Auch von der Stadt gibt es nach Angaben der Bezirksvorsteherin positive Signale hinsichtlich einer möglichen Förderung.

Zusammenarbeit von Grünen und SPÖ in Währing

Grüne und SPÖ arbeiten in Währing bereits seit 2020 zusammen. Mit dem neuen Arbeitsübereinkommen wird diese Kooperation fortgeschrieben. Bezirksvorsteherin Silvia Nossek von den Grünen führt die Bezirksverwaltung gemeinsam mit der SPÖ als Partner. Der Aumannplatz zählt zu den Vorhaben, die beide Parteien gemeinsam vorantreiben wollen. Ziel ist es, das Projekt noch bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode umzusetzen.

Über den Aumannplatz hinaus enthält das Arbeitsübereinkommen weitere Vorhaben. Die Volksschule Kettenhofergasse soll thermisch saniert werden, zugleich ist eine Umgestaltung des Schulinnenhofs vorgesehen. Am Gürtel soll eine Hundezone entstehen. Zudem sollen Pensionistenklubs, die im Sommer in Betrieb sind, mit Klimaanlagen ausgestattet werden.

Mehrheit in der Bezirksvertretung als nächster Schritt

Damit der Umbau des Aumannplatzes tatsächlich umgesetzt werden kann, braucht es eine Mehrheit in der Bezirksvertretungssitzung im Dezember. Mit dem nun vereinbarten Arbeitsübereinkommen zwischen Grünen und SPÖ zeichnet sich diese Mehrheit ab. Ob ein Baustart bereits im kommenden Jahr möglich ist, war zuletzt noch offen.

Bezirksbudgets und Förderlogik im Hintergrund

Grundsätzlich werden größere Umbauprojekte im öffentlichen Raum in Wien häufig über mehrere Finanzierungsquellen abgewickelt. Neben Mitteln aus dem jeweiligen Bezirksbudget kommen bei Platzgestaltungen, Begrünungsmaßnahmen oder Sanierungen regelmäßig auch Förderungen von Bund oder Stadt zum Tragen, etwa wenn Klimaanpassung, Begrünung oder Barrierefreiheit Teil des Projekts sind. Über konkrete Ausgaben entscheidet in den Bezirken üblicherweise die Bezirksvertretung, wobei Budgetänderungen zuvor in der Regel im zuständigen Finanzausschuss vorbereitet werden.

Bei Umgestaltungen von Plätzen im dicht verbauten Stadtgebiet gehören Diskussionen über Baumbestand, Parkplätze, Aufenthaltsqualität oder Verkehrsführung erfahrungsgemäß zu den wiederkehrenden Streitpunkten. Bürgerinitiativen bilden sich bei solchen Vorhaben in Wien regelmäßig dann, wenn Anrainerinnen und Anrainer Einwände gegen einzelne Elemente der Planung haben, etwa gegen den Umfang von Straßenarbeiten oder gegen Eingriffe in bestehende Grünflächen. Die politische Entscheidung darüber liegt am Ende bei der jeweiligen Bezirksvertretung, die über das notwendige Budget und die Umsetzung abstimmt.