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Auf der Südautobahn A2 ist der Autoverkehr im ersten Halbjahr 2026 zurückgegangen. Im Koralm-Korridor, der Steiermark und Kärnten über die neue Koralmbahn verbindet, sank das Verkehrsaufkommen um 4,6 Prozent. Damit fiel der Rückgang deutlich stärker aus als im österreichweiten Durchschnitt, der bei 0,6 Prozent lag. Grundlage der Auswertung sind Verkehrsdaten der ASFINAG, die vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ) ausgewertet wurden.
Deutliche Unterschiede zwischen Steiermark und Kärnten
Im steirischen Abschnitt des Koralmkorridors betrug der Rückgang des Autoverkehrs 3,6 Prozent. Im Kärntner Abschnitt fiel er mit 6,3 Prozent noch stärker aus. An 61 Prozent der Zählstellen entlang der Strecke wurde im ersten Halbjahr 2026 weniger Pkw-Verkehr registriert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Gegenläufig entwickelte sich der Lkw-Verkehr: An 81 Prozent der Zählstellen nahm dieser zu. Der Rückgang betraf demnach vor allem den Pkw-Verkehr, während der Güterverkehr auf der Straße im selben Zeitraum anstieg.
Besetzungsgrad von Autos als Vergleichsgröße
Der VCÖ verweist in seiner Auswertung auf den durchschnittlichen Besetzungsgrad von Pkw, der laut Umweltbundesamt bei 1,14 Personen pro Fahrzeug liegt. Um 100 Personen zu befördern, sind demnach im Schnitt 88 Autos notwendig. Diese Kennzahl wird herangezogen, um den Zusammenhang zwischen Fahrzeuganzahl und tatsächlich beförderten Personen einzuordnen.
Südost-Tangente weiterhin am stärksten befahren
Der verkehrsreichste Autobahnabschnitt Österreichs war im ersten Halbjahr 2026 unverändert die Südost-Tangente in Wien. Dort wurden 34,6 Millionen Fahrzeuge gezählt. 95 Prozent davon waren Pkw. Damit unterscheidet sich die Verkehrszusammensetzung auf der Tangente deutlich von jener im Koralmkorridor, wo der Lkw-Anteil an den meisten Zählstellen zunahm.
Die Koralmbahn als neue Bahnverbindung zwischen Kärnten und der Steiermark
Die Koralmbahn verbindet Kärnten und die Steiermark über den neu errichteten Koralmtunnel und schafft eine direkte Schienenverbindung zwischen Klagenfurt und Graz. Grundsätzlich zielen solche neuen Bahnstrecken darauf ab, Reisezeiten im Vergleich zur bestehenden Straßenverbindung deutlich zu verkürzen und dadurch eine Verlagerung von der Straße auf die Schiene zu ermöglichen. Bei vergleichbaren Großprojekten im Bahnbereich wird die Entwicklung des parallel verlaufenden Straßenverkehrs häufig in den ersten Betriebsjahren besonders beobachtet, um Rückschlüsse auf Verlagerungseffekte zu ziehen.
Verkehrszählungen auf Autobahnen werden in Österreich routinemäßig von der ASFINAG über automatische Zählstellen erhoben. Diese Daten dienen unter anderem der Verkehrsplanung, der Kapazitätsbewertung von Streckenabschnitten sowie der Beobachtung langfristiger Mobilitätstrends. Organisationen wie der VCÖ werten solche Rohdaten regelmäßig aus, um Entwicklungen im Personen- und Güterverkehr sichtbar zu machen und in einen breiteren verkehrspolitischen Kontext einzuordnen.
Der Besetzungsgrad von Pkw ist eine gängige Kennzahl, um die Effizienz des motorisierten Individualverkehrs im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln zu bewerten. Ein Wert von 1,14 Personen pro Fahrzeug bedeutet, dass die meisten Autos im Alltag mit nur einer Person besetzt unterwegs sind. Diese Kennzahl wird häufig herangezogen, um die Auslastung von Straßeninfrastruktur im Verhältnis zur tatsächlich transportierten Personenzahl darzustellen.
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Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.






