Der seit rund einem Jahr laufende Umbau des AVA-Hofs zwischen Griesgasse und Franz-Josef-Kai in der Salzburger Innenstadt hat einen wichtigen Bauabschnitt erreicht. Am Dienstag wurde mit einer Firstfeier ein Meilenstein des Projekts begangen. In dem Gebäude sollen künftig Geschäfte, Büros und ein Hotel mit 119 Zimmern entstehen, das auf rund der Hälfte der insgesamt 16.300 Quadratmeter Platz finden soll.
Neubau im AVA-Hof nimmt Form an
Nach der Firstfeier soll das Hotel im AVA-Hof spätestens Ende kommenden Jahres fertiggestellt sein. Geschäftsführerin Julia Cloppenburg von Midstad und Architekt Josef Schwaighofer sind an dem Projekt beteiligt. Neben den Hotelzimmern sind in dem Gebäude auch Geschäfts- und Bürofl√§chen vorgesehen.
Offen ist derzeit noch die geplante Dachterrasse des Gebäudes. Über deren Genehmigung müssen die Stadt Salzburg und eine Sachverständigenkommission entscheiden, ein Ergebnis steht noch aus.
Zweites Hoteleröffnung am selben Tag
Am selben Tag wurde im Stadtteil Liefering, nahe dem Messegelände, das Hampton by Hilton offiziell eröffnet. Das vierstöckige Haus verfügt über 102 Zimmer. Hoteldirektor ist Hendrik Beyer-Kuczka. Das Hampton by Hilton hatte seine Baugenehmigung noch vor jener Regelung erhalten, mit der die Stadt Salzburg die Obergrenze für neue Hotelprojekte von zuvor 120 auf maximal 60 Zimmer gesenkt hat.
Hotelmarkt in Salzburg bereits umfangreich ausgebaut
Die Landeshauptstadt Salzburg verfügt bereits über rund 16.000 Hotelbetten. Diese sind im Durchschnitt nur zur Hälfte ausgelastet. Vor diesem Hintergrund hatte die Stadt vor einigen Jahren die maximale Zimmerzahl für neu genehmigte Hotelprojekte deutlich reduziert, um das weitere Wachstum des Angebots zu begrenzen.
Grundsätzlich orientieren sich Städte mit derartigen Auflagen häufig an der Marktauslastung bestehender Betriebe. Eine niedrigere Zimmerobergrenze soll in solchen Fällen verhindern, dass neue Kapazitäten entstehen, während vorhandene Betten nicht ausgelastet sind. Bereits erteilte Baugenehmigungen bleiben von späteren Regeländerungen in der Regel unberührt, sodass Projekte, die vor einer Neuregelung bewilligt wurden, nach den zuvor gültigen Bestimmungen realisiert werden können.
Dachflächen als bauliches Thema in Innenstadtlagen
Bei Bauprojekten in historisch geprägten Innenstadtbereichen spielt die Gestaltung von Dachflächen häufig eine besondere Rolle. Sachverständigenkommissionen prüfen in solchen Verfahren üblicherweise, wie sich neue bauliche Elemente wie Terrassen oder Aufbauten in das bestehende Stadtbild einfügen. Dabei geht es unter anderem um Sichtbarkeit von der Straße, die Höhenentwicklung sowie die Wirkung auf die umliegende Dachlandschaft. Solche Verfahren können sich über mehrere Prüfschritte erstrecken, bevor eine endgültige Genehmigung erteilt wird.





