Am Teich Hirschstetten in der Donaustadt gilt stellenweise weiterhin ein Badeverbot. Betroffen ist der Bereich der Kinderbucht, wo bei der jüngsten Probenahme der Grenzwert für E.-coli-Bakterien überschritten wurde. Die Badesaison ist zwar bereits beendet, das Verbot bleibt aber bestehen.
Grenzwerte an der Kinderbucht überschritten
Bei der letzten Probenahme vor einer Woche wurden sowohl der Grenzwert für E.-coli-Bakterien als auch jener für Intestinale Enterokokken überschritten. Der Strand im Bereich der Kinderbucht ist mit Kot von Wasservögeln übersät. Das Badeverbot am Hirschstettner Teich bleibt weiterhin aufrecht.
Bereits im Juni war der Teich Hirschstetten zeitweise gesperrt. Damals ging es um Cyanobakterien, umgangssprachlich als Blaualgen bezeichnet. Eine Überprüfung ergab jedoch, dass die im Juni gefundenen Bakterien nicht gesundheitsgefährdend waren.
Kontrolle der Wasserqualität durch die MA 39
Die Wasserqualität der Naturbadeplätze in Wien wird während der Badesaison von der MA 39 in ein- bis zweiwöchigen Intervallen untersucht. Bei erhöhtem Beobachtungsbedarf werden diese Untersuchungen engmaschiger durchgeführt. Grundsätzlich dienen solche Kontrollen dazu, gesundheitliche Risiken für Badegäste frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen wie Badeverbote auszusprechen.
Erreger wie E.-coli-Bakterien und Intestinale Enterokokken gelten in der Wasserhygiene als Indikatoren für eine fäkale Verunreinigung. Sie können etwa durch Ausscheidungen von Tieren oder Menschen in Gewässer gelangen. Überschreiten die gemessenen Werte die vorgeschriebenen Grenzwerte, wird üblicherweise von einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung für Badende ausgegangen, weshalb betroffene Bereiche gesperrt werden, bis sich die Werte wieder normalisieren.
Wasservögel als möglicher Faktor
Ein Sprecher der MA 45 verwies darauf, dass die Beeinträchtigungen nach aktuellem Kenntnisstand auf die vermehrte Anwesenheit von Wasservögeln im Kinderbadebereich zurückzuführen sein dürften. Eine abschließende Bestätigung dieser Einschätzung liegt bislang nicht vor. Für die kommende Badesaison würden auf Basis der weiteren Ursachenklärung geeignete Maßnahmen geprüft, konkrete Schritte seien derzeit aber noch nicht festgelegt.





