Die Bergrettung Oberösterreich warnt nach zwei Einsätzen am Wochenende davor, Kinder bei Bergtouren körperlich zu überschätzen. Am Großen Donnerkogel in Gosau war eine Familie insgesamt rund zehn Stunden unterwegs, nachdem die Eltern mit ihrer zehnjährigen Tochter über einen anspruchsvollen Klettersteig den Gipfel erreicht hatten. Für den Abstieg war das Mädchen zu erschöpft. Im Reichraminger Hintergebirge stürzte zudem ein 13-jähriger Bub auf einem Klettersteig rund sieben Meter ab.
Erschöpfung nach langem Aufstieg am Donnerkogel
Am Großen Donnerkogel in Gosau kam es am Wochenende zu einem Einsatz der Bergrettung. Eine Familie hatte gemeinsam einen anspruchsvollen Klettersteig in Angriff genommen und mit der zehnjährigen Tochter den Gipfel erreicht. Insgesamt war die Familie rund zehn Stunden am Berg unterwegs. Nach dem Aufstieg zeigte sich, dass das Mädchen für den Abstieg zu erschöpft war.
Im Reichraminger Hintergebirge musste die Bergrettung ebenfalls ausrücken. Dort stürzte ein 13-jähriger Bub auf einem Klettersteig rund sieben Meter ab. Christoph Preimesberger von der Bergrettung äußerte sich zu den beiden Vorfällen und mahnte zu einer realistischeren Einschätzung der Belastbarkeit von Kindern bei alpinen Touren.
Aufruf zu vorausschauender Tourenplanung
Die Bergrettung appelliert, bei der Planung von Bergtouren nicht nur den Aufstieg, sondern ebenso den Rückweg realistisch einzuschätzen. Nach Einschätzung der Bergrettung würden die Kräfte und das Können von Kindern bei solchen Unternehmungen häufig überschätzt. Insbesondere dort, wo Absturzgefahr besteht, rät die Bergrettung zu besonderer Vorsicht und empfiehlt, Kinder entsprechend zu sichern.
Trotz der beiden aktuellen Einsätze spricht die Bergrettung heuer nicht von einer außergewöhnlichen Häufung von Unfällen mit Kindern in den Bergen.
Belastung durch lange Klettersteig-Touren
Klettersteige gelten unter erfahrenen Bergsportlern als Möglichkeit, alpines Gelände mit technischer Absicherung durch Drahtseile, Trittstifte und Leitern zu erschließen. Grundsätzlich verlangen solche Routen jedoch neben Trittsicherheit auch Kraft in Armen und Beinen sowie ein gewisses Durchhaltevermögen, da viele Passagen ohne größere Rastmöglichkeiten aneinandergereiht sind. Bei Kindern ist die körperliche Belastbarkeit deutlich geringer ausgeprägt als bei Erwachsenen, während psychische Anspannung durch Höhe und Ausgesetztheit zusätzlich Kräfte binden kann.
Üblicherweise wird bei der Tourenplanung empfohlen, nicht allein die reine Gehzeit für den Aufstieg zu berücksichtigen, sondern auch Pausen, mögliche Wetterumschwünge und den oft unterschätzten Kräfteverbrauch beim Abstieg einzuplanen. Gerade nach einem anstrengenden Aufstieg fehlt Kindern häufig die Energie für den ebenfalls fordernden Rückweg, der in steilem oder ausgesetztem Gelände zusätzliche Konzentration erfordert. In solchen Situationen kann Erschöpfung die Unfallgefahr erhöhen, da Trittsicherheit und Reaktionsvermögen nachlassen.
Bei Touren mit Absturzgefahr gehört eine zusätzliche Sicherung von Kindern, etwa durch Klettersteigsets oder eine Anseilverbindung mit den Begleitpersonen, zu den grundlegenden Vorsichtsmaßnahmen, die alpine Vereine und Bergrettungsorganisationen regelmäßig empfehlen. Ergänzend dazu gilt eine sorgfältige Einschätzung des Schwierigkeitsgrads einer Route im Vorfeld als wesentlicher Baustein, um Situationen zu vermeiden, in denen Kinder während der Tour an ihre körperlichen Grenzen stoßen.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.







