Billa in Lofer zieht in altes Autohaus – keine neue Bodenversiegelung nötig

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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In Lofer im Pinzgau zieht eine Billa-Filiale in ein aufgelassenes Autohaus ein. Ab 1. September wird das Gebäude zum Supermarkt umgebaut. Für das neue Geschäft musste laut Landesrat Martin Zauner (FPÖ) kein zusätzlicher Boden versiegelt werden, da die bestehende Immobilie genutzt wird.

Neuer Standort löst Probleme der alten Filiale

Die bisherige Billa-Filiale in Lofer liegt hinter der Gemeindegrenze. Für Anlieferungen ist dieser Standort nach Angaben der Beteiligten nicht ideal. Seit Juni 2024 arbeiten der Mutterkonzern REWE und die Marktgemeinde Lofer gemeinsam an einer Lösung, die sowohl Einheimischen als auch Gästen im Saalachtal einen besseren Einkaufsstandort bieten soll.

Das aufgelassene Autohaus, in das die neue Filiale einzieht, liegt im Gewerbegebiet direkt neben der Pinzgauer Straße (B311). Die neue Filiale wird rund 800 Quadratmeter groß sein. Ein wesentlicher Vorteil des neuen Standorts liegt im Bereich der öffentlichen Anbindung: Die Haltestelle der Buslinie 260 samt Straßenunterführung liegt fast direkt vor dem Gebäude, sodass Fahrgäste künftig unmittelbar vor dem Geschäft aussteigen können.

Bürgermeister Norbert Meindl (ÖVP) begründete die Standortwahl auch damit, dass sich das ehemalige Autohaus aufgrund seiner Lage nicht für den Bau neuer Wohnungen eigne. Die Gemeindevertretung von Lofer hatte sich einstimmig hinter das Supermarktprojekt gestellt. Unabhängig davon ist gegenüber dem Seniorenwohnzentrum ein weiteres Bauvorhaben geplant: Dort sollen 32 geförderte Wohnungen entstehen, 13 davon als Betreutes Wohnen.

Nachnutzung leerstehender Gewerbeimmobilien

Der Umbau des Autohauses in Lofer reiht sich in eine allgemeine Entwicklung ein, bei der leerstehende Gewerbeimmobilien für neue Nutzungen adaptiert werden. Grundsätzlich gilt die Umwidmung oder Umnutzung bestehender Gebäude als eine Möglichkeit, den Flächenverbrauch zu begrenzen, da keine zusätzlichen Grünflächen oder unbebauten Areale für Neubauten in Anspruch genommen werden müssen. Gerade in ländlichen Regionen mit begrenztem Baugrund gewinnt dieser Ansatz an Bedeutung.

Bei vergleichbaren Vorhaben spielt neben der reinen Flächenfrage auch die Verkehrsanbindung eine wichtige Rolle. Ein Standort an einer Bundesstraße mit bestehender Infrastruktur für Anlieferungen sowie eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr gelten als Faktoren, die aus betrieblicher und kommunaler Sicht für Nahversorger vorteilhaft sind. Landesrat Martin Zauner nannte in diesem Zusammenhang auch die Nachnutzung eines ehemaligen Kika-Standorts in Saalfelden als ein weiteres Beispiel für die Umnutzung bestehender Gebäude in der Region.

Kommunen stehen bei der Entwicklung von Gewerbe- und Wohnflächen häufig vor der Aufgabe, unterschiedliche Nutzungsinteressen miteinander in Einklang zu bringen. Standorte, die etwa aufgrund ihrer Lage an stark befahrenen Straßen für Wohnbebauung als wenig geeignet gelten, werden in solchen Fällen oft für Gewerbe- oder Handelsnutzungen vorgesehen, während besser geeignete Flächen für Wohnprojekte reserviert bleiben. Diese Aufteilung spiegelt sich auch in der Loferer Planung wider, bei der Gewerbenutzung und Wohnbauprojekt an unterschiedlichen Standorten in der Gemeinde realisiert werden.