In Maria Alm im Pinzgau bleiben die Kirchenglocken derzeit stumm. Mitte August wurde die Elektronik der Glocken bei einem Gewitter durch einen Blitzschlag schwer beschädigt. Betroffen sind alle fünf Platinen der Glocken sowie zusätzlich die Turmuhr.
Blitzschlag legt Glockenanlage lahm
Der Kirchturm von Maria Alm ist mit 84 Metern der höchste Kirchturm im Bundesland Salzburg und der Erzdiözese Salzburg. Jede der Glocken verfügt über eine eigene Platine, die den Betrieb steuert. Bei dem Gewitter Mitte August wurden sämtliche fünf Platinen beschädigt, zudem nahm die Turmuhr Schaden.
Für die Reparatur müssen nach aktuellem Stand Teile ausgetauscht werden. Die Pfarre wartet derzeit auf eine Rückmeldung eines Sachverständigen aus Wien, bevor die weiteren Schritte zur Instandsetzung erfolgen können. Pfarrer Franz Auer hat sich bereits mit einem Glockenmonteur in Verbindung gesetzt und mit ihm telefoniert.
Besonders unangenehm ist der Ausfall aus Sicht der Pfarre mit Blick auf das kommende Wochenende: In Maria Alm sind drei Trauungen, eine Taufe und der reguläre Sonntagsgottesdienst angesetzt. Pfarrer Franz Auer spricht angesichts der Situation von einer Posse.
Empfindliche Technik in exponierten Kirchtürmen
Kirchtürme zählen aufgrund ihrer Höhe grundsätzlich zu den Bauwerken, die besonders häufig von Blitzschlägen betroffen sind. Auch wenn viele Türme mit Blitzschutzanlagen ausgestattet sind, können empfindliche elektronische Bauteile bei einem Einschlag trotzdem beschädigt werden. Moderne Glockenanlagen werden heute in der Regel elektronisch gesteuert, wobei jede Glocke über eine eigene Steuerungsplatine verfügt, die den Läutvorgang regelt. Wird diese Elektronik durch eine Überspannung in Mitleidenschaft gezogen, lässt sich die betroffene Glocke meist nicht mehr automatisch bedienen.
Die Reparatur solcher Schäden erfordert üblicherweise die Begutachtung durch spezialisierte Sachverständige, da sowohl die genaue Schadensursache als auch der Umfang der notwendigen Ersatzteile fachlich geprüft werden müssen. Je nach Verfügbarkeit der benötigten Bauteile kann sich die Instandsetzung über mehrere Wochen hinziehen. Auch Turmuhren sind bei Blitzeinschlägen häufig betroffen, da sie oft an dieselbe oder eine benachbarte elektrische Infrastruktur angeschlossen sind wie die Glockensteuerung.
Für Pfarren bedeutet ein solcher Ausfall nicht nur den Verzicht auf das Glockengeläut zu kirchlichen Anlässen, sondern auch einen organisatorischen Mehraufwand, etwa wenn Gottesdienste, Trauungen oder Taufen ohne die gewohnte akustische Begleitung durch die Glocken stattfinden müssen.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.







