Bodenradar entdeckt römische Gräber im Aichfeld nahe Fundort von antikem Grabstein

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Im obersteirischen Aichfeld hat die Geosphere Austria zum neunten Mal Bodenvermessungen durchgeführt. Bei der aktuellen Prospektion in der Region Aichfeld-Murboden wurde gezielt nach Spuren aus der Römerzeit gesucht. Ein Quad des Instituts vermaß mittels Bodenradartechnologie eine Fläche von knapp sieben Hektar. Die Auswertungen der Messungen zeigen Spuren römischer Gräber, die sich nahe jener Stelle befinden, an der 2017 ein Titulus entdeckt worden war.

Neue Hinweise nahe dem Fundort von 2017

Der Titulus, ein Schriftwerk auf einem römischen Grabstein aus dem 2. Jahrhundert nach Christus, war vor einigen Jahren von einem Landwirt in der Region gefunden worden. Der Grabstein wurde damals ausgeackert, seine genaue ursprüngliche Lage ist bis heute nicht bekannt. In unmittelbarer Nähe dieses Fundortes weisen die aktuellen Vermessungsdaten nun auf weitere römische Gräber hin. Insgesamt wurden in der Region bereits bis zu fast 200 Grabmonumente nachgewiesen.

Landwirt Sepp Prenn, auf dessen Feld sich die neu entdeckten Spuren befinden, äußerte, dass die Fundstelle kleinflächig sei und für den landwirtschaftlichen Ertrag keine Rolle spiele.

Die Bodenradarmessungen der Geosphere Austria finden bereits seit 15 Jahren in der Region Aichfeld-Murboden statt. Neben den römischen Spuren lassen sich in den Daten auch Straßenwege aus verschiedenen Zeitstellungen erkennen, die auf eine lange und wechselhafte Nutzung der Landschaft schließen lassen.

Der Kultwagen von Strettweg als früher Ausgangspunkt

Die archäologische Bedeutung der Region reicht weit zurück. Bereits 1851 entdeckte der Murtaler Bauer Ferdinand Pfeffer beim Pflügen den Kultwagen von Strettweg, ein Relikt aus der Hallstattzeit. Dieser Fund gilt bis heute als einer der bekanntesten Ausgangspunkte für das archäologische Interesse an der Region.

Zwischen 2012 und 2013 wurden im Zuge weiterer Untersuchungen vier Hügelgräber mit Zustimmung geöffnet. Zwei davon wurden teilweise beraubt vorgefunden, ein drittes war unberaubt. Dabei kam ein Helmgrab eines Fürsten der Hallstattzeit zutage. Die dazugehörigen Grabbeigaben, darunter Ketten aus Bernstein, sind heute im Museum Murtal in Judenburg zu sehen.

Bodenradar als zerstörungsfreie Untersuchungsmethode

Bodenradartechnologie erlaubt es, größere Flächen zu untersuchen, ohne den Boden dabei tatsächlich zu öffnen. Elektromagnetische Signale werden in den Untergrund gesendet und an unterschiedlichen Materialien, Verfüllungen oder Hohlräumen reflektiert. Aus den zurückkehrenden Signalen lassen sich Strukturen wie Gräben, Mauerreste, Wege oder Grabanlagen rekonstruieren, ohne dass ein Spatenstich nötig ist.

Diese Methode gilt in der Archäologie als besonders schonend, da landwirtschaftlich genutzte Flächen dabei nicht beeinträchtigt werden. Gerade in Regionen, die weiterhin aktiv bewirtschaftet werden, ermöglicht die zerstörungsfreie Prospektion einen ersten Überblick, bevor über mögliche weitere Schritte entschieden wird. Ob und wann konkrete Grabungen erfolgen, hängt üblicherweise von zahlreichen Faktoren ab, etwa vom wissenschaftlichen Erkenntnisinteresse, von den Eigentumsverhältnissen sowie von denkmalschutzrechtlichen Vorgaben.

Funde wie der Kultwagen von Strettweg oder das Helmgrab aus der Hallstattzeit zeigen, dass das Aichfeld über Jahrtausende hinweg dicht besiedelt und genutzt wurde. Die aktuellen Messungen fügen diesem Bild einen weiteren Baustein hinzu, indem sie zusätzliche römische Grabspuren im direkten Umfeld eines bereits bekannten Fundortes sichtbar machen.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.