Im Kraftwerk Innerfragant in der Gemeinde Flattach im Bezirk Spittal/Drau ist es in der Nacht auf Mittwoch, den 12. August 2026, zu einem Brand gekommen. Ursache war ein technischer Defekt in der Schaltanlage. Die Feuerwehren Flattach-Fragant und Obervellach löschten den Brand mit CO2-Löschern in kürzester Zeit. Personen wurden nicht gefährdet oder verletzt.
Brandmeldeanlage löste kurz nach 2:00 Uhr Alarm aus
Die Brandmeldeanlage des Kraftwerks verständigte kurz nach 2:00 Uhr den Bereitschaftsdienst der KELAG. Dieser schaltete umgehend den brennenden Wechselrichter ab. Damit wurde die Ausbreitung des Feuers eingedämmt, bevor die alarmierten Feuerwehren am Einsatzort eintrafen.
Die Freiwilligen Feuerwehren Flattach-Fragant und Obervellach rückten mit insgesamt 31 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen aus. Sie bekämpften den Brand mit CO2-Löschern und konnten das Feuer in kurzer Zeit vollständig löschen. Neben den beiden Feuerwehren waren auch der KELAG-Bereitschaftsdienst und die Polizei Obervellach im Einsatz. Nach bisherigem Stand wurde durch den Vorfall niemand verletzt oder gefährdet.
Schaltanlagen als sensible Bestandteile von Wasserkraftwerken
Schaltanlagen zählen in Wasserkraftwerken zu den zentralen technischen Einrichtungen. Sie steuern und überwachen den Stromfluss zwischen Generatoren, Transformatoren und dem übergeordneten Stromnetz. Aufgrund der hohen elektrischen Spannungen, die in solchen Anlagen anliegen, gelten Schaltanlagen grundsätzlich als besonders überwachungsintensive Bereiche innerhalb eines Kraftwerks. Technische Defekte können dort punktuell zu Überhitzungen oder Kurzschlüssen führen, weshalb Brandmeldeanlagen und automatisierte Abschaltmechanismen üblicherweise fest in solche Anlagen integriert sind.
Bei einem ausgelösten Alarm ist in der Regel zunächst der Bereitschaftsdienst des jeweiligen Energieversorgers zuständig, um die betroffenen Anlagenteile vom Netz zu trennen und so eine Gefährdung durch weiterhin anliegende Spannung zu vermeiden. Erst danach können Einsatzkräfte der Feuerwehr gefahrlos mit den eigentlichen Löscharbeiten beginnen.
Für Brände in elektrischen Anlagen kommen üblicherweise CO2-Löscher zum Einsatz, da sie im Gegensatz zu wasserbasierten Löschmitteln keine elektrische Leitfähigkeit aufweisen. Dadurch lässt sich ein Brandherd in einer Schaltanlage löschen, ohne zusätzliche Risiken für die eingesetzten Kräfte durch Stromschlag zu schaffen. Kohlendioxid entzieht dem Feuer den Sauerstoff und wirkt dadurch rückstandsfrei, was insbesondere bei sensibler und teurer Elektrotechnik von Bedeutung ist, da so mechanische oder chemische Folgeschäden an der Anlage minimiert werden.
Wasserkraftwerke wie jenes in Innerfragant sind zudem meist an entlegenen, teils schwer zugänglichen Standorten in alpinem Gelände errichtet. Das stellt an die örtlichen Feuerwehren besondere Anforderungen hinsichtlich Anfahrtszeiten und Ausrüstung. Kooperationen zwischen mehreren Feuerwehren, wie sie bei größeren technischen Einsätzen üblich sind, ermöglichen es, ausreichend Personal und Gerät rasch an solchen Standorten zu bündeln.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








