Die Brennerbahn ist auf der Südrampe zwischen Gossensass und Pflersch seit Donnerstagabend wieder zweigleisig befahrbar. Wie das Land Südtirol am Donnerstag mitteilte, wurde der Abschnitt um 18.30 Uhr für den regulären Verkehr auf beiden Gleisen freigegeben. Zuvor hatte ein Murenabgang die wichtige Bahnverbindung zwischen Österreich und Italien tagelang beeinträchtigt.
Sperrung und schrittweise Wiederinbetriebnahme
Die Strecke war von Dienstagabend bis Mittwochmittag komplett gesperrt gewesen, nachdem es zwischen Gossensass und Pflersch in Südtirol zu einem Murenabgang gekommen war. Betroffen war der Fernverkehr über den Brenner, für den in dieser Zeit ein Schienenersatzverkehr zwischen Innsbruck und Bozen eingerichtet wurde.
Nach der Komplettsperrung konnte zunächst ein Gleis wieder für den Zugverkehr freigegeben werden. Auf österreichischer Seite verlief der Nahverkehr bis zum Brenner in dieser Phase planmäßig, während auf italienischer Seite weiterhin ein Schienenersatzverkehr organisiert wurde. Erst am Donnerstagabend stand dann auch das zweite Gleis wieder zur Verfügung.
Für einen rund einen Kilometer langen Streckenabschnitt gilt in den kommenden sieben Tagen eine reduzierte Fahrgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern. Diese Beschränkung betrifft den Bereich, in dem sich der Murenabgang ereignet hatte.
Ursache und Sicherungsmaßnahmen im betroffenen Waldstück
Der Murenabgang hatte sich infolge starker Niederschläge ereignet. In einem Waldstück oberhalb der Bahnlinie fingen Schutznetze die Mure auf, bevor sie die Gleise erreichen konnte. In der Folge kam es zur Räumung und Instandsetzung dieser Schutznetze, bevor der Streckenabschnitt wieder vollständig freigegeben wurde.
Die Brennerbahn als zentrale Alpenroute
Die Brennerbahn zählt zu den wichtigsten Bahnverbindungen zwischen Nord- und Südeuropa. Sie verbindet Innsbruck über den Brennerpass mit Bozen und weiter mit dem übrigen italienischen Schienennetz und wird sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr intensiv genutzt. Die Südrampe zwischen dem Brenner und Bozen führt durch alpines Gelände, das bei Starkregen anfällig für Hangrutschungen und Murenabgänge ist.
Grundsätzlich werden gefährdete Streckenabschnitte in solchen Gebirgslagen häufig durch Schutznetze oder ähnliche bauliche Vorkehrungen gesichert, um abgehendes Material aufzufangen, bevor es die Gleise erreicht. Nach einem Ereignis wie einem Murenabgang ist neben der Räumung der Strecke selbst häufig auch die Kontrolle und Instandsetzung solcher Schutzeinrichtungen notwendig, bevor der volle Betrieb wieder aufgenommen werden kann. Temporäre Geschwindigkeitsbeschränkungen dienen in solchen Fällen üblicherweise dazu, den betroffenen Abschnitt nach einer Störung zunächst vorsichtig zu belasten, während weitere Kontrollen oder Nacharbeiten laufen.
Bei Sperrungen auf grenzüberschreitenden Strecken wie der Brennerbahn kommt es häufig zu einem länderübergreifend abgestimmten Betrieb, bei dem einzelne Abschnitte unterschiedlich behandelt werden können. So bleibt regionaler Nahverkehr auf einer Seite der Grenze mitunter planmäßig aufrechterhalten, während auf der anderen Seite Ersatzverkehre mit Bussen organisiert werden müssen, um Reisende weiterzubefördern.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








