Busse dürfen ab Montag auf A4 bei Stau auf Pannenstreifen ausweichen

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

Dieses Thema Freunden empfehlen

Auf der Ostautobahn (A4) dürfen Busse des öffentlichen Nahverkehrs ab Montag bei Stau zwischen Simmeringer Haide und Knoten Prater in Richtung Wien auf den Pannenstreifen ausweichen. Das hat die ASFINAG am Freitag bekannt gegeben. Die Regelung gilt ausschließlich bei stockendem Verkehr und ausschließlich für Busse des öffentlichen Nahverkehrs.

Neue Freigabe des Pannenstreifens zwischen Simmeringer Haide und Knoten Prater

Die Freigabe betrifft einen klar umgrenzten Abschnitt der A4 in Fahrtrichtung Wien, zwischen Simmeringer Haide und dem Knoten Prater. Sobald der Verkehr auf diesem Streckenteil stockt, können Busse des öffentlichen Nahverkehrs auf den Pannenstreifen wechseln. Entlang der Strecke weisen entsprechende Schilder auf die neue Regelung hin.

Damit der Pannenstreifen für die Busse frei bleibt, soll die Rettungsgasse in diesem Abschnitt künftig zwischen den Fahrstreifen gebildet werden. Der Pannenstreifen selbst wird für die Bildung der Rettungsgasse in diesem Bereich nicht benötigt.

Bekanntgegeben wurde die Maßnahme von den ASFINAG-Vorständen Hartwig Hufnagl und Herbert Kasser. Hintergrund sind Arbeiten auf der Wiener Stammstrecke. Verkehrsminister Peter Hanke von der SPÖ ist im Zusammenhang mit dem Thema genannt.

Rettungsgasse und Pannenstreifen im Regelbetrieb

Grundsätzlich ist die Rettungsgasse in Österreich bei stockendem Verkehr auf Autobahnen zwischen dem äußerst linken und dem daneben liegenden Fahrstreifen zu bilden, sobald mehr als ein Fahrstreifen je Richtung vorhanden ist. Der Pannenstreifen bleibt dabei im Regelfall für liegengebliebene Fahrzeuge sowie für Einsatzkräfte reserviert und wird nicht für den fließenden Verkehr freigegeben.

Freigaben des Pannenstreifens für einzelne Verkehrsteilnehmer sind in Österreich nicht die Regel, kommen aber in bestimmten Situationen vor, etwa um öffentliche Verkehrsmittel bei Stau zu beschleunigen. Solche Regelungen werden üblicherweise durch Beschilderung kenntlich gemacht und gelten nur für die ausdrücklich genannten Fahrzeuggruppen sowie nur unter den festgelegten Bedingungen, etwa bei stockendem Verkehr. Außerhalb dieser Bedingungen bleibt der Pannenstreifen weiterhin seiner ursprünglichen Funktion vorbehalten.

Arbeiten an stark frequentierten Bahnstrecken wie der Wiener Stammstrecke können sich auf den Pendlerverkehr in einer Region auswirken, da Zugverbindungen davon betroffen sein können. In solchen Phasen kann der Straßenverkehr, insbesondere auf parallel verlaufenden Autobahnabschnitten, zusätzlich belastet sein.