Die Caritas errichtet die Seniorenresidenz Schloss Kahlsperg in Oberalm in den kommenden Jahren neu. Das seit 1968 bestehende Haus soll für rund 20 Millionen Euro einem Neubau weichen, in dem künftig 96 Bewohnerinnen und Bewohner einen Platz finden sollen. Diese Woche erteilte das Land Salzburg grünes Licht für das Vorhaben.
Neubau mit mehr Plätzen als ursprünglich geplant
Ursprünglich war vorgesehen, das Haus für 50 Personen zu errichten. Im Zuge der Planungen wurde die Kapazität auf 96 Plätze erhöht. Von diesen sind 48 Plätze für die Stadt Salzburg reserviert.
Bürgermeister Hans-Jörg Haslauer (ÖVP) erklärte, dass die verbleibende Anzahl an Plätzen für die Gemeinde Oberalm vom Bedarf her kein Problem darstelle. Zusätzlich wurden im Zuge der Planungen Plätze im neuen Seniorenwohnheim im benachbarten Puch im Tennengau ausverhandelt.
Planung und Genehmigung von Pflegeeinrichtungen
Bei der Errichtung von Pflege- und Seniorenwohnheimen ist in Österreich üblicherweise eine Abstimmung zwischen Trägerorganisation, Standortgemeinde und dem jeweiligen Bundesland notwendig. Die Bundesländer sind grundsätzlich für die Bedarfs- und Entwicklungsplanung im Pflegebereich zuständig und legen fest, wie viele stationäre Plätze in einer Region als notwendig erachtet werden. Träger wie die Caritas planen ihre Bauvorhaben entsprechend in Abstimmung mit den zuständigen Landesstellen, bevor ein Projekt tatsächlich umgesetzt werden kann.
Die Platzverteilung zwischen mehreren Gemeinden oder Trägern, wie sie zwischen Oberalm, der Stadt Salzburg und dem Standort Puch vorgenommen wurde, ist bei größeren Neubauprojekten kein ungewöhnliches Vorgehen. Auf diese Weise können regionale Bedarfe unterschiedlicher Gemeinden gemeinsam abgedeckt werden, ohne dass jede Standortgemeinde ein eigenes, vollständig unabhängiges Haus errichten muss.
Steigender Bedarf an stationären Pflegeplätzen
Allgemein steigt in Österreich aufgrund der demografischen Entwicklung der Bedarf an stationären Pflege- und Betreuungsplätzen kontinuierlich. Bestehende Einrichtungen werden daher in vielen Regionen erweitert oder durch Neubauten ersetzt, um sowohl höhere Kapazitäten als auch zeitgemäße räumliche und pflegerische Standards zu ermöglichen. Ältere Gebäude aus den 1960er- und 1970er-Jahren entsprechen häufig nicht mehr den heutigen Anforderungen an Zimmergrößen, Barrierefreiheit oder technische Ausstattung, was Neubauprojekte wie jenes in Oberalm auch aus baulicher Sicht begünstigt.






