Zwei deutsche Bergsteiger sind am Samstagabend beim Abstieg vom Hohen Dachstein zur Seethalerhütte rund 15 Meter tief in eine Gletscherspalte gestürzt. Die beiden Männer waren als Seilschaft unterwegs, als gegen 17.30 Uhr einer der beiden ausrutschte und den anderen mit in die Spalte riss. Beide Bergsteiger erlitten Knochenbrüche und wurden nach einem mehrstündigen Einsatz von Bergrettung und Alpinpolizei geborgen.
Sturz in der Seilschaft und schwieriger Notruf
Die beiden Deutschen befanden sich auf dem Rückweg vom Gipfel des Hohen Dachstein zur Seethalerhütte im Bezirk Gmunden, als das Unglück geschah. Einer der Männer rutschte aus und riss seinen Begleiter mit sich. Beide stürzten bis auf den Boden der Gletscherspalte.
Gegen 18.30 Uhr setzte einer der beiden Verunglückten selbst einen Notruf ab. Zum Zeitpunkt der Alarmierung war der genaue Standort der Männer zunächst unklar, sodass die Einsatzkräfte den Bereich der Absturzstelle erst eingrenzen mussten. Wegen starken Windes und durchziehender Nebelfelder war eine Rettung mit dem Notarzthubschrauber zu diesem Zeitpunkt nicht möglich.
Aufstieg zu Fuß und Rettung aus der Spalte
Bergretter und Alpinpolizisten stiegen daraufhin von der Dachsteinseilbahn aus zu Fuß auf, um zu den Verunglückten zu gelangen. Nach rund eineinhalb Stunden gelang es den Einsatzkräften, über Zurufe Kontakt zu den beiden Männern in der Gletscherspalte herzustellen. Zwei Stunden nach der Alarmierung erreichte der erste Bergretter die Verunglückten.
Um zu den beiden Männern zu gelangen, mussten die Einsatzkräfte am Seil rund 15 Meter in die Spalte hinabsteigen. Dort trafen sie auf zwei ansprechbare, aber schwerverletzte Bergsteiger mit Knochenbrüchen. Einer der beiden Schwerverletzten konnte mit einem nachttauglichen Notarzthubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden, der andere wurde ebenfalls medizinisch versorgt. Beide Männer wurden in unterschiedlichen Krankenhäusern behandelt.
Die letzten Einsatzkräfte erreichten gegen 5.00 Uhr die Bergstation der Dachsteinseilbahn. Gegen 6.00 Uhr war der Einsatz beendet, der insgesamt rund zehn Stunden gedauert hatte. Von den beteiligten Bergrettern und Alpinpolizisten wurde niemand verletzt.
Gletscherspalten als Gefahrenquelle im Hochgebirge
Gletscherspalten zählen zu den größten objektiven Gefahren bei Hochtouren auf vergletschertem Gelände. Sie entstehen durch Spannungen im Eis, wenn sich der Gletscher über unebenen Untergrund bewegt, und werden häufig von Schneebrücken überdeckt, die ihre Tiefe und Ausdehnung von außen nicht erkennen lassen. Aus diesem Grund bewegen sich Bergsteiger auf Gletschern üblicherweise angeseilt in Seilschaften, damit ein Sturz eines Beteiligten durch die übrigen Seilpartner abgefangen werden kann.
Bei Rettungseinsätzen in solchem Gelände hängt der Ablauf maßgeblich von den Witterungsbedingungen ab. Starker Wind und Nebel können den Einsatz von Rettungshubschraubern erheblich einschränken oder zeitweise ganz verhindern, weshalb Bergrettungsteams in solchen Fällen den Zustieg zu Fuß antreten müssen. Die genaue Lokalisierung von Verunglückten in weitläufigem, unübersichtlichem Gletschergelände stellt dabei häufig eine besondere Herausforderung dar, insbesondere wenn Sichtverhältnisse eingeschränkt sind. Die Bergung aus einer Gletscherspalte erfolgt in der Regel mittels Seiltechnik, bei der Rettungskräfte gesichert in die Spalte absteigen, um Verletzte zu versorgen und anschließend geborgen an die Oberfläche zu bringen.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.







