Eine 65-jährige Wanderin aus Deutschland ist am Donnerstag beim Kleinen Sonnstein bei Traunkirchen im Bezirk Gmunden rund 20 Meter in einen Graben gestürzt. Sie blieb verletzt in einem Bachbett liegen. Die Frau war mit ihrem 66-jährigen Mann auf der Wanderroute unterwegs, als sich der Unfall gegen 14.30 Uhr im Bereich des sogenannten „Eisgrabens“ auf etwa 670 Metern Seehöhe ereignete.
Sturz auf nassem Felsen im Eisgraben
Laut Polizei rutschte die Wanderin auf einem nassen Felsen aus und stürzte anschließend die rund 20 Meter tiefe Böschung hinab. Zwei andere Wanderer beobachteten den Vorfall und setzten umgehend einen Notruf ab.
Daraufhin wurden die Bergrettung Traunkirchen, ein Alpinpolizist sowie der Notarzthubschrauber „Martin 3“ alarmiert. Da die Verunglückte im unwegsamen Gelände des Bachbetts lag, entschied sich das Hubschrauber-Rettungsteam für eine Taubergung. Dabei kam ein rund 95 Meter langes Tau zum Einsatz. Nach der Erstversorgung wurde die Frau ins Salzkammergut Klinikum Gmunden gebracht. Ihr Ehemann blieb bei dem Vorfall unverletzt.
Rettungseinsätze im alpinen Gelände
Grundsätzlich stellt unwegsames oder schwer zugängliches Gelände wie steile Böschungen und Bachbetten Rettungskräfte häufig vor besondere Herausforderungen. In solchen Fällen kann eine Bergung zu Fuß mit erheblichem Zeitaufwand und zusätzlichem Risiko für die Einsatzkräfte verbunden sein. Der Einsatz eines Rettungshubschraubers mit Tau ermöglicht es, Verletzte auch aus schwer erreichbaren Bereichen vergleichsweise rasch zu bergen, ohne dass zusätzliches Personal den Weg durch felsiges oder abschüssiges Terrain zurücklegen muss.
Bei alpinen Notfällen arbeiten üblicherweise mehrere Organisationen zusammen. Die örtliche Bergrettung übernimmt in der Regel die Erstversorgung und Sicherung vor Ort, während Alpinpolizisten Unfallhergänge dokumentieren und die Einsatzkoordination unterstützen. Notarzthubschrauber kommen insbesondere dann zum Einsatz, wenn eine rasche medizinische Versorgung erforderlich ist oder ein Bodentransport aufgrund des Geländes nicht praktikabel erscheint.
Nasse oder feuchte Felsflächen gelten in der Bergwanderpraxis allgemein als erhöhtes Risiko, da sich die Trittsicherheit auf solchen Untergründen deutlich verringern kann. Insbesondere nach Regenfällen oder in schattigen, feuchten Grabenbereichen wie einem Eisgraben kann sich die Rutschgefahr erhöhen. Wanderorganisationen empfehlen daher grundsätzlich festes Schuhwerk mit griffiger Sohle sowie erhöhte Vorsicht beim Überqueren von Felsabschnitten in der Nähe von Bachläufen oder Gräben.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.







