Niederwasser an der Donau schränkt Schifffahrt ein
Die Donau verzeichnet derzeit sehr niedrige Wasserstände. Östlich von Wien wurde am Montag ein Pegelwert von rund einem halben Meter unter dem sogenannten Regulierungsniederwasser gemessen – einem für die Schifffahrt relevanten Schwellenwert.
Als Ursache für die besonders ausgeprägte Situation gelten fehlende Schneeschmelze und ausbleibende Niederschläge. Bereits im Vorjahr waren die Wasserstände entlang der Donau niedrig.
Kein Fahrverbot, aber eingeschränkter Betrieb
Eine behördliche Sperre der Donau besteht nicht. Die Entscheidung, ob gefahren wird, liegt bei den Reedereien und Schiffsführern. Das Binnenschifffahrtsunternehmen DDSG Blue Danube hat seinen Fahrplan aufgrund des Niederwassers eingeschränkt.
Bernhard Schröder, Geschäftsführer des Donau-Tourismus, bezeichnet die aktuelle Lage als nicht dramatisch. Bei Flusskreuzfahrten werden Busse mitgeführt, um Ausflüge bei Bedarf alternativ auf dem Landweg durchführen zu können.
Auswirkungen auf Wasserkraft
Entlang der Donau betreibt der Verbund mehrere Kraftwerke. Durch die vergleichsweise hohe Kraftwerksdichte lassen sich die Wasserstände dort gut regulieren. Derzeit wird rund 30 Prozent weniger Strom aus Wasserkraft erzeugt als im langjährigen Durchschnitt.








