Wiener Polizei setzt beim Donauinselfest auf israelische Rammschutzsysteme
Beim Donauinselfest, einer der größten Veranstaltungen Österreichs, setzt die Wiener Polizei auf Straßensperren des israelischen Sicherheitsunternehmens Mifram Security. Die Metallsperren sollen verhindern, dass Fahrzeuge in Menschenmengen gelangen.
Die Landespolizeidirektion Wien verfügt über mobile Rammschutzsysteme, darunter ein System der Firma Mifram Security. Die Sperren kommen beim Donauinselfest an allen möglichen Zugängen zum Einsatz. Michael Holzgruber ist als Einsatzleiter der Polizei für die Veranstaltung zuständig.
Technik und Handhabung
Die Metallsperren sind darauf ausgelegt, sich unter einem einfahrenden Fahrzeug zu verkeilen und es an der Weiterfahrt zu hindern. Jede Einheit wiegt 20 Kilogramm und kann von einer einzelnen Person aufgebaut werden. Es handelt sich um eine vergleichsweise neue Maßnahme der Wiener Polizei. Das Rammschutzsystem ist Bestandteil eines umfassenden Sicherheitskonzepts bei öffentlichen Veranstaltungen in Österreich.
Internationale Verbreitung
Laut Unternehmensangaben sind seit 2003 Zehntausende Einheiten in städtischen Gebieten und Kampfzonen weltweit eingesetzt worden. Zu den auf der Firmenwebsite genannten Kunden zählen die US-Armee, das FBI, die japanische Armee, israelische Streitkräfte sowie die israelische Flughafenbehörde. In Dresden wurden rund um den Weihnachtsmarkt 30 Mifram-Sperren aufgestellt, ergänzt durch Betonblöcke und 60 mit Wasser gefüllte Container. Frankreich bestellte nach dem Anschlag vom 14. Juli 2016 in Nizza ebenfalls Sperren des Unternehmens. Bei jenem Anschlag fuhr ein Attentäter mit einem 40-Tonnen-Lkw auf der Promenade des Anglais absichtlich in eine Menschenmenge und tötete 86 Menschen.
Erhöhte Terrorwarnstufe in Österreich
Seit Herbst 2023 gilt in Österreich die zweithöchste Terrorwarnstufe. Die Sicherheitsmaßnahmen beim Donauinselfest stehen in diesem Kontext.








