Dornbirner Sandbox verzögert sich wegen Trockenheit am Staufensee

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Die geplante „Sandbox“ an der Dornbirner Höchsterstraße wird später fertig als ursprünglich erwartet. Grund dafür ist, dass der für das Projekt vorgesehene Sand aus dem Staufensee wegen des trockenen Sommers noch nicht entnommen werden kann. Die Stadt Dornbirn bestätigte dies am Mittwoch auf Anfrage des ORF Vorarlberg. Als Zwischenlösung soll vorerst eine rund 150 Quadratmeter große Sandspielfläche entstehen.

Kleine Fläche als erster Schritt auf dem Areal

Auf dem Gelände der ehemaligen Eislauffläche an der Höchsterstraße soll insgesamt ein frei nutzbarer Ort mit rund 1.800 Quadratmetern Sandfläche entstehen. Der Unterbau dafür ist seit vergangener Woche fertiggestellt, die Oberfläche wurde bereits wieder geebnet. Die nun geplante Sandspielfläche von 150 Quadratmetern entspricht weniger als einem Zehntel der später vorgesehenen Gesamtfläche. Der Sand dafür stammt aus dem Rhein und soll in den kommenden Wochen eingebracht werden.

Stadtplanungsstadtrat Johannes Zangerl (ÖVP) erklärte, dass die Sandbox durch diese kleine Fläche schon jetzt geöffnet werden kann, auch wenn die endgültige Ausbaustufe noch aussteht. Für diese größere Fläche soll Sand verwendet werden, der sich im Staufensee abgelagert hat und ohnehin aus dem See entnommen werden muss.

Abhängigkeit vom Wasserstand der Dornbirner Ache

Bevor die Arbeiten am Staufensee beginnen können, ist ein stärkeres Regenereignis notwendig. Die Dornbirner Ache muss an der Messstelle beim Waldbad Enz mindestens 40 Kubikmeter Wasser pro Sekunde führen, damit feineres Material aus dem Staufensee abtransportiert werden kann. Der gröbere Sand bleibt dabei im See zurück.

Nach einem entsprechenden Regenereignis muss der Wasserstand im See anschließend wieder sinken. Der verbleibende Sand muss sich absetzen, wobei die feineren Anteile mehrere Wochen bis Monate benötigen, um ausreichend Wasser abzugeben. Erst wenn der Untergrund wieder befahrbar ist, können Bagger auf die Fläche auffahren. Aus heutiger Sicht soll die große Sandfläche im Frühjahr 2027 aufgeschüttet werden.

Entsiegelung als vorbereitender Schritt

Bereits umgesetzt wurde die Entsiegelung der Fläche an der Höchsterstraße. Regenwasser kann dadurch direkt vor Ort in den Boden versickern. Hochbaustadtrat Christoph Waibel (FPÖ) erklärte, dass mit dem neuen Unterbau und der Entsiegelung eine wichtige Grundlage für das weitere Projekt geschaffen wurde. Bürgermeister Markus Fäßler (SPÖ) bezeichnete die Sandbox als neuen, unkomplizierten Ort zum Spielen, Bewegen und Begegnen.

Sedimente in stehenden Gewässern

Grundsätzlich lagern sich in Stauseen und ähnlichen Gewässern mit der Zeit unterschiedlich feine Materialien am Grund ab. Wie schnell und in welcher Menge sich Sand und feinere Sedimente ablagern, hängt maßgeblich von der Wasserführung des zufließenden Gewässers ab. Bei geringer Strömung setzen sich auch feinere Partikel ab, während stärkere Abflussmengen benötigt werden, um diese wieder in Bewegung zu bringen und abzutransportieren.

Für Bauarbeiten im Bereich solcher Gewässer ist üblicherweise ein trockener und tragfähiger Untergrund erforderlich, damit schwere Maschinen wie Bagger sicher eingesetzt werden können. Nach einem Absinken des Wasserspiegels dauert es in der Regel eine gewisse Zeit, bis feinkörniges, wassergesättigtes Material ausreichend entwässert ist und eine tragfähige Fläche entsteht. Wetterabhängige Faktoren wie ausbleibende Niederschläge können solche Vorhaben dadurch zeitlich verzögern, da die notwendigen Wassermengen für den Sedimenttransport nicht in jedem Zeitraum verlässlich zur Verfügung stehen.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.