Drei Tote nach Badeunfall an der Ill bei Bludenz und Bürs
Bei einem Badeunfall an der Ill im Bereich von Bludenz und Bürs sind am Sonntagabend drei Menschen ums Leben gekommen. Unter den Todesopfern befand sich ein zehnjähriges Kind.
Der Vorfall ereignete sich unterhalb eines Wasserfalls. Drei Personen sprangen ins Wasser und wurden durch Strömungs- und Sogkräfte einer Wasserwalze unter die Wasseroberfläche gedrückt. Ein Angehöriger und Ersthelfer bargen die Verunglückten und begannen mit Reanimationsmaßnahmen.
Drei Todesopfer
Ein 22-Jähriger starb noch am Unfallort. Ein zehnjähriger Bub wurde ins Landeskrankenhaus Feldkirch gebracht, wo er am Abend verstarb. Ein 40-Jähriger wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Vorarlberger Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG) gab am Montag bekannt, dass auch er seinen Verletzungen erlegen ist.
Wasserwalze als besondere Gefahr
Daniel Plaichner, Landesleiter der Wasserrettung Vorarlberg, erläutert die Gefährlichkeit sogenannter Wasserwalzen: Betroffene würden immer wieder zurückgezogen und hätten kaum eine Möglichkeit, an die Oberfläche zu gelangen. Der Wasserfall an der Unfallstelle war laut Plaichner nicht hoch – höchstens einen Meter. Die Wasserwalze darunter war jedoch rund 2,5 Meter tief. Plaichner rät, bei einer Wasserwalze nicht gegen das Wasser anzukämpfen. Die einzige Chance bestehe darin, unterhalb des Wassers herauszuschwimmen.
Warnschilder entlang der Ill
Entlang der Ill sind mehrere Warnschilder aufgestellt. Der Energiekonzern illwerke/vkw warnt auf Schildern vor Gefahren durch Schwellwasser. An der konkreten Unfallstelle gab es jedoch keine Warnschilder. Bürgermeister Georg Bucher von Bürs sagte dazu, man könne nicht überall, wo Gefahren lauern, ein Schild aufstellen.






