Drei Wiener Bergsteiger ohne Stirnlampen am Traunstein von Hubschrauber geborgen

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Die Bergrettung Gmunden ist am Sonntagabend zu einem Einsatz auf den Traunstein ausgerückt, nachdem drei Bergsteiger aus Wien beim Abstieg in Schwierigkeiten geraten waren. Die Wanderer, gebürtig aus Weißrussland, Russland und Polen, hatten keine Stirnlampen dabei und kamen im Dunkeln nur langsam voran. Gegen 22 Uhr wurden sie schließlich mit dem Rettungshubschrauber Christophorus 14 per Winde geborgen.

Erschöpfung und aufziehendes Gewitter am Naturfreundesteig

Die drei Bergsteiger hatten am Sonntag eine Tour auf den Traunstein bei Gmunden unternommen. Gegen 20.30 Uhr befanden sie sich beim Abstieg über den Naturfreundesteig. Für die ersten 400 Meter des Abstiegs benötigten sie mehr als drei Stunden. Eine der Bergsteigerinnen war zu diesem Zeitpunkt am Ende ihrer Kräfte. Gleichzeitig zog von Westen her ein Gewitter auf.

Die drei Wiener alarmierten daraufhin selbständig die Bergrettung. Den Einsatzkräften teilten sie telefonisch mit, dass sie eigentlich zu Fuß ins Tal absteigen wollten, sich aber nicht sicher waren, ob sie dies körperlich noch schaffen würden.

17 Einsatzkräfte und Hubschrauber im Einsatz

Die Bergrettung Gmunden schickte 17 Einsatzkräfte zu den drei Bergsteigern. Auch ein Alpinpolizist war an dem Einsatz beteiligt. Vorsichtshalber wurde zudem der Notarzthubschrauber Christophorus 14 angefordert. Einsatzleiter der Bergrettung Gmunden war Andreas Spitzbart.

Gegen 22 Uhr gelang es, die drei Bergsteiger mittels Winde zu retten. Sie wurden anschließend mit dem Hubschrauber ins Tal gebracht. Die Mannschaft der Bergrettung, die zu Fuß unterwegs gewesen war, erreichte das Tal gegen 23.15 Uhr.

Ausrüstung als wiederkehrendes Thema bei Bergtouren

Bei Bergtouren, die sich zeitlich in die Abend- oder Nachtstunden verschieben, spielt eine ausreichende Ausrüstung grundsätzlich eine zentrale Rolle. Stirnlampen gelten bei alpinen Touren üblicherweise als Teil der Grundausstattung, da sich Abstiege durch unterschiedliche Faktoren wie Kondition, Wetter oder Geländebeschaffenheit verzögern können. Ohne ausreichende Beleuchtung wird die Orientierung auf technisch anspruchsvollen Steigen deutlich erschwert, was das Tempo zusätzlich verringern kann.

Aufziehende Gewitter zählen zu den Risikofaktoren, die bei Bergtouren besonders ernst genommen werden, da sie die Sicht einschränken und die Gefahr von Blitzschlag oder rutschigem Untergrund erhöhen können. In solchen Situationen kann sich eine ohnehin angespannte Lage rasch weiter zuspitzen.

Bergrettungsorganisationen setzen bei nächtlichen Einsätzen in unwegsamem Gelände häufig auf eine Kombination aus Mannschaften vor Ort und Unterstützung aus der Luft. Rettungshubschrauber wie der Christophorus 14 werden dabei häufig vorsorglich angefordert, um im Bedarfsfall rasch reagieren zu können, auch wenn sich der Einsatz letztlich anders entwickelt. Die Rettung mittels Seilwinde kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn ein direktes Landen des Hubschraubers aufgrund des Geländes nicht möglich ist.