Trockenheit belastet Landwirtschaft in Niederösterreich
Die anhaltende Trockenheit der vergangenen Wochen setzt der Landwirtschaft in Niederösterreich erheblich zu. Betroffen sind zahlreiche Kulturen – von Mais und Getreide über Kürbis und Soja bis hin zu Grünland und Weinbau.
Ende Juni sicherte die Politik den Bäuerinnen und Bauern Unterstützung zu. Wie groß die tatsächlichen Einbußen am Ende der Saison ausfallen werden, ist derzeit noch offen.
Mais wächst nur auf ein Drittel der Normhöhe
Besonders deutlich zeigen sich die Folgen der Trockenheit beim Mais. In Ottenthal im Bezirk Tulln sind die Pflanzen heuer nur rund einen Meter hoch gewachsen – die Normhöhe liegt bei etwa drei Metern. Bei manchen Pflanzen haben sich nicht einmal Kolben gebildet. Landwirt Hubert Blauensteiner rechnet mit einer großen Missernte. Für die Herbsternte werden Ausfälle von rund 50 Prozent und mehr erwartet, wobei Lorenz Mayr, designierter Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, betont, dass eine genaue Schätzung derzeit schwer möglich sei. Er schließt nicht aus, dass einzelne Bestände nicht einmal zur Ernte kommen werden.
Weitere Kulturen ebenfalls betroffen
Auch beim Kürbis sind die Auswirkungen sichtbar: Die Früchte sind vielfach extrem klein oder fehlen ganz. Kürbispflanzen sollten normalerweise bis zu einem Meter hoch wachsen und den Acker dicht bedecken. Beim Kürbis werden Einbußen von rund 50 Prozent erwartet, bei Soja werden ebenfalls starke Verluste prognostiziert.
In der Futterwirtschaft ist die Situation ähnlich angespannt. Der erste Grünschnitt fiel bereits geringer aus als üblich. Zudem leiden junge Rebstöcke unter der Hitze, und Insekten wie der Drahtwurm stellen eine zusätzliche Herausforderung für die Landwirtschaft dar.
Getreideernte früher gestartet
Die Weizenernte wurde heuer rund zwei Wochen früher als üblich begonnen. Eine spürbare Entspannung der Lage ist den Prognosen zufolge in den kommenden Wochen nicht zu erwarten.







