Dürrekatastrophe im Eferdinger Becken: Gemüsebauern stehen vor 80 Prozent Ernteausfall und 43 Millionen Euro Schaden

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Im Eferdinger Becken hat es am 18. August 2026 geregnet. Für die Gemüsebauern der Region kommt dieser Niederschlag jedoch zu spät, um die Schäden der vorangegangenen Trockenheit noch abzuwenden. Gemüsebauer Thomas Edlmüller aus Hinzenbach rechnet aktuell mit einem Ernteausfall von 80 Prozent. Laut Stefan Hamedinger, Gemüsebau-Referent der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, beläuft sich der Dürreschaden beim Gemüse in Oberösterreich derzeit auf 30 Millionen Euro, bei Erdäpfeln kommen weitere 13 Millionen Euro hinzu.

Verbrannte Karotten und doppelte Kosten

Thomas Edlmüller aus Hinzenbach spricht davon, dass der Regen viel zu spät komme. Für viele Betriebe im Eferdinger Becken stellt sich inzwischen die Frage, wie mit den geschädigten Feldern weiter verfahren wird. Ein Teil der Landwirtinnen und Landwirte muss entscheiden, ob die Bestände gehäckselt werden oder ob eine minimale Ernte mit möglicherweise minderer Qualität eingebracht wird.

Besonders deutlich zeigt sich das Ausmaß der Schäden bei Gernot Angermeier, einem Gemüsebauer aus Pupping. Er bewässerte seine Karotten acht Mal, jeweils jeden zweiten Tag mit 15 Litern. Trotz dieser Bewässerung verbrannte der erste Satz an Karotten bei Temperaturen von 40 Grad vollständig. Angermeier entschied sich daraufhin, die Karotten erneut anzubauen. Das bedeutete doppelte Saatgutkosten und doppelten Arbeitsaufwand. Der zweite Anbauversuch war jedoch von demselben Problem betroffen wie der erste.

Auch Thomas Kraxenberger aus Hartkirchen ist als Gemüsebauer in der Region tätig. Die Landwirtschaftskammer Oberösterreich, vertreten durch Stefan Hamedinger, beziffert die finanziellen Auswirkungen der Dürre für den Gemüsebau im Land mit 30 Millionen Euro. Bei Erdäpfeln liegt der Schaden bei 13 Millionen Euro.

Fehlender Versicherungsschutz gegen Dürre

Ein zentrales Problem für die betroffenen Betriebe ist, dass Gemüseanbau gegen Dürre nicht versicherbar ist. Anders als bei manchen anderen Wetterrisiken in der Landwirtschaft, für die es Versicherungslösungen gibt, bleiben die finanziellen Folgen von Trockenheit im Gemüsebau vollständig beim einzelnen Betrieb. Investitionen in zusätzliche Bewässerung, wiederholte Aussaat oder den Einsatz von Häckslern bei missratenen Kulturen müssen die Landwirtinnen und Landwirte damit ohne Ausgleichszahlungen aus einer Versicherung tragen.

Erschwerend kommt hinzu, dass sowohl Sauergemüsehersteller als auch der Handel bestimmte Mindestgrößen beim Gemüse verlangen. Produkte, die durch Hitze und Trockenheit im Wachstum beeinträchtigt wurden und diese Vorgaben nicht erfüllen, lassen sich unter diesen Bedingungen nur eingeschränkt oder gar nicht vermarkten. Damit wirkt sich eine Dürreperiode nicht nur auf die Erntemenge, sondern auch auf die tatsächlich verkaufsfähige Ware aus.

Bewässerung als begrenzte Gegenmaßnahme

Grundsätzlich zählt die künstliche Bewässerung zu den wichtigsten Mitteln, mit denen Gemüsebaubetriebe versuchen, Trockenperioden zu überbrücken. Bei anhaltend hohen Temperaturen und ausbleibendem Niederschlag stößt diese Maßnahme jedoch an ihre Grenzen, wie sich am Beispiel der wiederholten Bewässerung bei Angermeier zeigt. Auch eine regelmäßige Wassergabe kann Kulturen wie Karotten nicht zuverlässig vor Hitzeschäden schützen, wenn die Temperaturen über einen längeren Zeitraum sehr hoch bleiben.

Für viele Gemüsearten ist zudem der Zeitpunkt der Aussaat entscheidend für den weiteren Wachstumsverlauf. Ein Totalausfall in einer frühen Anbauphase bedeutet nicht nur den Verlust der bereits investierten Arbeit und des Saatguts, sondern verzögert auch den möglichen zweiten Anbauversuch. Fällt dieser zweite Versuch, wie im Eferdinger Becken beschrieben, erneut den hohen Temperaturen zum Opfer, verschärft sich die wirtschaftliche Lage der betroffenen Betriebe zusätzlich, da sich Kosten für Saatgut und Arbeitszeit summieren, ohne dass eine verkaufsfähige Ernte erzielt werden kann.

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Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.