Einbruchsserie in mehreren Bundesländern: Sechs Festnahmen nach Wohnhauseinbrüchen
Nach einer Einbruchsserie in mehreren österreichischen Bundesländern hat die Polizei sechs Personen festgenommen. Alle Festgenommenen sind chilenische Staatsangehörige. Der Gesamtschaden beläuft sich laut Polizei auf knapp 200.000 Euro.
Einbruch in Steyr führt zu Ermittlungen
Am 10. April ereignete sich ein Wohnhauseinbruch in Steyr. Dabei wurden Schmuck, Golddukaten, Bargeld und hochwertige Uhren im Wert von rund 80.000 Euro gestohlen. In Tatortnähe fiel den Ermittlern ein deutsches Mietfahrzeug auf, das in der Folge mit Unterstützung der deutschen Kriminalpolizei in München angehalten wurde. Im Fahrzeug saßen vier chilenische Staatsangehörige, von denen sich einige mit gefälschten Ausweisen und Reisepässen verschiedener südamerikanischer Staaten auswiesen.
In einer Wohnung im Raum München wurden zwei weitere Verdächtige festgenommen. Beide versuchten laut Polizei zunächst zu flüchten. Insgesamt wurden drei Frauen und drei Männer festgenommen.
Neun Einbrüche in Österreich zugeschrieben
Die Polizei schreibt der Gruppe insgesamt neun Wohnhauseinbrüche in Österreich zu. Diese ereigneten sich in Salzburg, der Steiermark, Wien sowie in Nieder- und Oberösterreich. Die Verdächtigen sollen dabei in unterschiedlicher Zusammensetzung vorgegangen sein und gefälschte Ausweisdokumente verwendet haben. Laut Polizei waren sie bereits in mehreren europäischen Ländern wegen ähnlicher Delikte aufgefallen. Die Identität der Personen wurde mit Hilfe chilenischer Behörden geklärt.
Auslieferung und Untersuchungshaft
Die sechs Beschuldigten wurden von Deutschland nach Österreich ausgeliefert. Sie zeigten sich zu den Vorwürfen teilweise geständig und befinden sich derzeit in Untersuchungshaft in den Justizanstalten Krems und Wien-Josefstadt.








