Erhöhte Enterokokkenbelastung in der Klagenfurter Glanfurt festgestellt
In der Glanfurt, auch Sattnitz genannt, ist bei aktuellen Kontrollen eine erhöhte Belastung mit Enterokokken festgestellt worden. Das teilte die Stadt Klagenfurt am Freitag mit.
Die Sattnitz gilt nicht als offizielles Badegewässer, wird im Sommer aber von vielen Klagenfurterinnen und Klagenfurtern zur Abkühlung genutzt. Der Bereich wird deshalb regelmäßig kontrolliert.
Verschlechterung gegenüber vorherigem Befund
Bei der aktuellen Beprobung zeigte sich eine deutliche Verschlechterung der Werte im Vergleich zum Vorbefund vom 6. Juli. An einer Messstelle wurde der Grenzwert überschritten, an einer weiteren Stelle der Richtwert.
Enterokokken zählen zur normalen Dickdarmflora von Menschen, zahlreichen Säugetieren sowie Vögeln. Gelangen sie in den Blutkreislauf, können sie Harnwegsinfektionen, Bauchfellentzündungen und in seltenen Fällen Herzklappenentzündungen verursachen.
Die Stadt Klagenfurt empfiehlt, bis auf Weiteres nicht in der Sattnitz zu baden. Amtsärztin Nadja Ladurner wies darauf hin, dass nicht sicher sei, ob einmaliges Baden bei jungen, gesunden Menschen tatsächlich gesundheitliche Folgen habe.
Regelmäßige Kontrollen durch den Magistrat
Die Sattnitz ist ein Fließgewässer und bildet den Abfluss des Wörthersees. Die Glanfurt ist insgesamt neun Kilometer lang und der einzige Abfluss des Sees im Osten. Weil viele Menschen die Stelle zur Abkühlung nutzen, führt der Magistrat entsprechende Messungen durch.
Die nächste Beprobung ist für den 3. August angesetzt. Ergebnisse liegen üblicherweise etwa drei Tage nach der Probenentnahme vor. Nähere Informationen zu den Befunden sind auf der Internetseite der Stadt Klagenfurt abrufbar.
Bereits im Vorjahr erhöhte Werte
Schon im Vorjahr war an der Sattnitz eine erhöhte Enterokokkenbelastung festgestellt worden. Zunächst wurde vermutet, dass illegal gewaschene Mobiltoiletten dafür verantwortlich seien. Gegen den Inhaber einer Miet-WC-Firma wurden daraufhin ein Straf- und ein Verwaltungsverfahren wegen Verunreinigung des Russenkanals und des Feuerbachs eingeleitet.
Die genaue Ursache der damaligen Verunreinigung konnte jedoch nicht eindeutig geklärt werden. Es wird vermutet, dass mehrere Faktoren wie Personen, Hunde und Wasservögel dazu beigetragen haben könnten.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.







