Extreme Dürre in Wien: Parks vertrocknen, Ernteverluste in der Landwirtschaft
Wien verzeichnet seit April 2026 ein Niederschlagsdefizit von 40 Prozent. Klimafolgenforscher Marc Olefs bezeichnet die aktuelle Lage als „extreme Dürre“. In nicht bewässerten Bereichen der Stadt sind Gräser braun, Wiesen in Wiener Parks weitgehend ausgetrocknet.
Laut Olefs wird in Wien derzeit mehr Wasser verdunstet als durch Niederschlag nachkommt. Die Verdunstung sei massiv, das Bodenwasser entsprechend stark reduziert.
Landwirtschaft mit spürbaren Ertragseinbußen
Die anhaltende Trockenheit wirkt sich auf die Wiener Landwirtschaft aus. Landwirt Josef Neumayr erklärt, dass Pflanzen über die Wurzeln kein Bodenwasser mehr aufnehmen können. Getreide wird frühzeitig geerntet, reift früher und bildet kleinere Körner. Bei einzelnen Getreidesorten wurde ein Ertragsrückgang von 25 Prozent verzeichnet.
Wasserversorgung unter erhöhtem Druck
Während einer Hitzewelle stieg der Wasserverbrauch in Wien um fast die Hälfte. Einzelne Quellen waren zeitweise nicht nutzbar. Anfang Juli 2026 schränkte die Stadt Wien die Bewässerung von Grünflächen ein. Diese Sparmaßnahmen sind mittlerweile wieder beendet.
Wien wird über die Hochquellenleitung mit Wasser versorgt. Die Speicher der Wiener Wasserversorgung werden derzeit erweitert.








