Familie findet Granatenteile und Munition an der Donau bei Aggstein
Bei einem Badeausflug an der Donau nahe Aggstein im Bezirk Melk hat eine Familie Kriegsmaterial entdeckt. Auf Schotterbänken fanden sich Teile einer Granate, eines Gewehres sowie Patronen. Der Entminungsdienst barg die Relikte.
Zunächst stieß der Onkel von Jürgen Ziegelwanger auf zwei Teile. Ziegelwanger suchte daraufhin den weiteren Bereich ab und fand zusätzliche Stücke. Er informierte sofort die Polizei. Ein Nachbar, der beruflich mit Munitionsbergung befasst ist, verständigte den Entminungsdienst.
Russische Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg
Kampfmittelräumer Stefan Plainer identifizierte die Objekte als 3,7 Zentimeter große Granaten russischer Herkunft. Bei dem Fund handelt es sich nicht um Blindgänger, sondern um nicht verschossene Munition. Die Granaten lagen alle eng beisammen.
Bürgermeister Josef Kienesberger (ÖVP) erklärte, es bestehe keine akute Gefahr. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass von Kriegsrelikten grundsätzlich eine potenzielle Gefahr ausgehe. Das Baden an den Schotterbänken ist weiterhin erlaubt. Die Wassertemperatur der Donau betrug zum Zeitpunkt des Fundes 24 Grad.
Tausende Kilogramm Kriegsmaterial jährlich in Niederösterreich
In Niederösterreich werden pro Jahr rund 8.700 Kilogramm Kriegsmaterial geborgen. Der Abtransport erfolgt durch den Dienst des Bundesheeres. Zweimal jährlich wird das geborgene Material am Truppenübungsplatz Allentsteig im Bezirk Zwettl vernichtet.








