Ein Kalb ist am Samstag, 9. August 2026, in einer Wildbachsperre in Obdachegg im Bezirk Murtal stecken geblieben. Das Tier hatte sich zwischen zwei massiven Stahlelementen der Sperre verkeilt. Die Feuerwehr Obdach befreite das Kalb mithilfe einer hydraulischen Bergeschere unverletzt.
Kalb zwischen Stahlelementen eingeklemmt
Die Wildbachsperre, in der sich das Kalb verfangen hatte, liegt im Bereich des Weidegebietes des Tieres. Dort geriet es zwischen zwei massive Stahlelemente der Sperre und konnte sich selbst nicht mehr befreien. Daraufhin wurde die Feuerwehr Obdach alarmiert.
Die Einsatzkräfte setzten zur Rettung eine hydraulische Bergeschere ein, mit der die Stahlrohre der Sperre vorsichtig auseinandergebogen wurden. Auf diese Weise konnte das Kalb schließlich befreit werden. Es blieb bei dem Vorfall unverletzt und kehrte anschließend zu seiner Herde zurück.
Wildbachsperren als bauliche Schutzmaßnahme
Wildbachsperren dienen grundsätzlich dazu, den Lauf von Gewässern in Gebirgs- und Hügelregionen zu regulieren und die Wucht von Hochwasser oder Geschiebeabtrag abzumildern. Sie bestehen häufig aus stabilen Stahl- oder Betonkonstruktionen, die quer zum Bachbett errichtet werden. Solche Bauwerke liegen oft in unmittelbarer Nähe von landwirtschaftlich genutzten Flächen oder Weidegebieten, wodurch es bei frei weidenden Tieren gelegentlich zu Situationen kommen kann, in denen sich Tiere in den Konstruktionen verfangen.
Bei der Rettung von Tieren aus solchen technischen Anlagen kommen üblicherweise dieselben Werkzeuge zum Einsatz, die Feuerwehren auch bei technischen Hilfeleistungen etwa nach Verkehrsunfällen verwenden. Hydraulische Bergescheren und Spreizer ermöglichen es, feste Materialien wie Stahl kontrolliert zu verformen oder zu durchtrennen, ohne dass dabei unkontrollierte Kräfte auf das eingeklemmte Lebewesen wirken. Der Einsatz solcher Geräte erfordert Erfahrung, da die Bewegungen exakt dosiert werden müssen, um weder das Tier noch die Einsatzkräfte zu gefährden.
Freiwillige Feuerwehren in ländlichen Regionen wie dem Bezirk Murtal rücken regelmäßig zu Tierrettungen aus, da Weidevieh in bergigem und teils unwegsamem Gelände immer wieder in Zäunen, Gräben oder baulichen Anlagen hängen bleiben kann. Solche Einsätze zählen neben Bränden und technischen Hilfeleistungen zu den klassischen Aufgabenbereichen der Feuerwehren in diesen Gebieten.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.





