Salzburgs Feuerwehren liefern weiterhin Wasser an Landwirte und Privathaushalte, weil die anhaltende Trockenheit dieses Sommers viele Betriebe vor Versorgungsprobleme stellt. Der Regen der vergangenen Tage hat daran nur wenig geändert. Mit Tankfahrzeugen springen die Einsatzkräfte bei Wassernotstands-Lagen ein und versorgen betroffene Haushalte und landwirtschaftliche Betriebe mit Nutzwasser.
Zahlreiche Fahrten in Maria Alm und Adnet
Besonders gefordert sind die Feuerwehren derzeit in Maria Alm im Pinzgau und in Adnet im Tennengau. In Maria Alm wurden bislang vier Wasserlieferungsfahrten durchgeführt, in Adnet waren es 18. Die Unterschiede in der Anzahl der Fahrten zeigen, wie unterschiedlich stark die Trockenheit die einzelnen Regionen im Land Salzburg trifft.
Die Transport- und Arbeitsleistung der Feuerwehrleute erfolgt unentgeltlich. Für die betroffenen Betriebe und Haushalte entstehen durch die Wasserlieferungen selbst keine Kosten für die Einsatzkräfte.
Strenge Auflagen bei der Wasserlieferung
Die Einsätze unterliegen strengen Auflagen. Mit den Feuerwehrfahrzeugen wird ausschließlich Nutzwasser transportiert, das etwa für die Versorgung von Vieh oder für landwirtschaftliche Zwecke verwendet wird. Trinkwasser darf aus Hygienegründen nicht mit diesen Fahrzeugen geliefert werden. Landesfeuerwehrkommandant Günther Trinker ist für die Organisation der Feuerwehren im Land Salzburg zuständig.
Wassernotstand als wiederkehrende Herausforderung
Grundsätzlich kommt es in Regionen mit kleinteiliger Wasserversorgung immer wieder zu Engpässen, wenn längere Trockenperioden auf ohnehin begrenzte Quellschüttungen treffen. Viele ländliche Gebiete beziehen ihr Wasser aus lokalen Quellen oder kleinen Genossenschaften, die bei anhaltendem Niederschlagsmangel schnell an ihre Grenzen stoßen. In solchen Fällen übernehmen die Feuerwehren traditionell eine wichtige Rolle bei der Nothilfe, da sie über Tankfahrzeuge und die notwendige Logistik verfügen, um größere Wassermengen rasch zu transportieren.
Die Trennung zwischen Trink- und Nutzwasser ist dabei ein zentraler Grundsatz. Trinkwasser unterliegt strengen hygienischen Anforderungen, die bei einem Transport in Feuerwehrfahrzeugen nicht durchgehend gewährleistet werden können. Nutzwasser hingegen, das etwa für die Tränkung von Tieren oder die Bewässerung eingesetzt wird, unterliegt geringeren Anforderungen und kann daher über die vorhandene Einsatztechnik der Feuerwehren bereitgestellt werden. Diese Unterscheidung erklärt, warum auch bei akutem Wassermangel nicht jede Form der Versorgung durch die Feuerwehr abgedeckt werden kann.
Einzelner Niederschlag, wie er zuletzt in Salzburg gefallen ist, reicht in solchen Situationen häufig nicht aus, um die Grundwasserstände und Quellschüttungen nachhaltig zu verbessern. Erst länger anhaltender und ausreichend intensiver Regen kann die Wasserversorgung in trockenheitsgeplagten Gebieten spürbar entlasten. Bis dahin bleibt die unentgeltliche Unterstützung durch die freiwilligen Feuerwehren für viele betroffene Betriebe eine wesentliche Stütze im Alltag.





