Frequency Festival: Gesamtes Freitagsprogramm wegen Sturmgefahr abgesagt

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Beim FM4 Frequency Festival in St. Pölten ist am Freitagabend das gesamte weitere Programm wegen Sturmgefahr abgesagt worden. Erwartet wurden Sturmböen von bis zu 70 km/h, der Bereich vor den Bühnen wurde geräumt. Die Auftritte von Tom Odell auf der Hauptbühne und von Sub Focus auf der Green Stage fielen aus Sicherheitsgründen aus, im weiteren Verlauf des Abends wurde schließlich das komplette restliche Programm auf allen Bühnen und in den Hallen gestrichen.

Absage in zwei Schritten

Die Veranstalter riefen die Besucherinnen und Besucher zunächst über Facebook dazu auf, ihre Zelte zu sichern und gefährliche Bereiche in der Nähe von Bäumen, großen Zelten und Türmen zu meiden. Der Front-of-Stage-Bereich wurde geräumt, weil dort die Gefahr bestand, dass Gegenstände herabfallen könnten. Ein Meteorologe war direkt vor Ort und beobachtete die Wetterentwicklung laufend.

Gegen 21.00 Uhr teilte die Veranstalterseite mit, das Schlimmste sei überstanden. Rund eine Stunde später, gegen 22.00 Uhr, fiel dann dennoch die Entscheidung, das gesamte weitere Freitagsprogramm abzusagen. Damit entfielen auch die Auftritte von Sido, der um 21.45 Uhr auf der Hauptbühne hätte spielen sollen, sowie von Paul Kalkbrenner, der als letzter Act des Tages um 23.30 Uhr angekündigt war.

Die ausgefallenen Konzerte von Tom Odell und Sub Focus werden nicht nachgeholt. Veranstalter des Festivals ist Harry Jenner.

Bereits am Vortag Unwetterwarnung

Schon am Donnerstag hatte es wegen eines angekündigten Unwetters eine Warnung gegeben. Das Unwetter fiel an diesem Tag jedoch weniger stark aus als zunächst befürchtet. Am Donnerstag zogen zudem Zara Larsson und Lorde als Publikumsmagneten des Festivalauftakts zahlreiche Besucherinnen und Besucher an.

Bis Freitagvormittag versorgte das Rote Kreuz insgesamt 383 Personen. In 31 Fällen war ein Transport ins Krankenhaus notwendig. Sebastian Frank, Geschäftsführer der Rotes-Kreuz-Bezirksstelle St. Pölten, sowie St. Pöltens Stadtpolizeikommandant Franz Bäuchler waren mit der Lage vor Ort befasst. Größere Zwischenfälle gab es nach diesen Angaben nicht, der Großteil der Patientinnen und Patienten suchte die Sanitätsstationen wegen kleinerer Verletzungen oder kreislaufbedingter Beschwerden auf.

Sicherheitsvorkehrungen bei Großveranstaltungen im Freien

Bei Open-Air-Veranstaltungen dieser Größenordnung gehören Wetterbeobachtung und Notfallplanung grundsätzlich zum festen Bestandteil der Sicherheitskonzepte. Veranstalter arbeiten dabei üblicherweise eng mit meteorologischen Fachkräften zusammen, die Windgeschwindigkeiten, Gewitterzellen und andere Risikofaktoren fortlaufend einschätzen. Auf dieser Grundlage werden Entscheidungen über Räumungen, Programmänderungen oder vollständige Absagen getroffen.

Besonders kritisch gelten bei Sturm und starkem Wind Bereiche mit hohen Aufbauten wie Bühnentürmen, Lichtanlagen oder größeren Zeltkonstruktionen, da von herabfallenden oder umstürzenden Teilen eine erhebliche Gefahr ausgehen kann. Deshalb werden in solchen Situationen häufig zunächst publikumsnahe Zonen vor den Bühnen geräumt, bevor über weitergehende Maßnahmen entschieden wird. Rettungsorganisationen wie das Rote Kreuz sind bei mehrtägigen Festivals in der Regel durchgehend mit Sanitätsstationen präsent, um sowohl witterungsbedingte Beschwerden als auch alltägliche Blessuren im Publikum zu versorgen.

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