Gaming bei Jugendlichen: Studie zeigt Zusammenhang zwischen Spielzeit und kognitiven Fähigkeiten

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Studie zu Computerspielen: Zusammenhänge zwischen Spielverhalten und kognitiven Leistungen bei Jugendlichen

Ein Forschungsteam der Karl Landsteiner Privatuniversität hat eine Studie zu den Zusammenhängen zwischen Computerspielen und kognitiven Fähigkeiten bei Jugendlichen durchgeführt. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin Computers in Human Behavior veröffentlicht.

An der Studie unter Leitung von David Willinger nahmen 3.854 Jugendliche zwischen zwölf und 16 Jahren teil, die entweder eine Mittelschule oder ein Gymnasium besuchten. Die durchschnittliche tägliche Spielzeit der Teilnehmer lag bei rund 90 Minuten. Knapp 2.000 Befragte spielten weniger als eine Stunde täglich, knapp 500 zwischen drei und über sechs Stunden täglich.

Internet-Gaming-Störung und kognitive Testergebnisse

Mit zunehmender Spieldauer stieg der Anteil jener Jugendlichen, die Anzeichen einer Internet-Gaming-Störung (IGD) zeigten. IGD ist durch Kontrollverlust, ein starkes Verlangen nach dem Spielen oder fortgesetztes Spielen trotz negativer Folgen gekennzeichnet. Jugendliche mit IGD-Tendenz erzielten im Durchschnitt schlechtere Testergebnisse in allen untersuchten kognitiven Bereichen – darunter logisches Denken, visuell-räumliche Fähigkeiten, verbale und numerische Kompetenzen sowie das Langzeitgedächtnis.

Bei Teilnehmern mit kontrolliertem Gaming-Verhalten zeigten sich in einigen Bereichen mit steigender Spieldauer im Schnitt leicht bessere Testergebnisse. Strategie- und Rollenspiele standen dabei mit besserem Schlussfolgern und verbalen Fähigkeiten in Zusammenhang. Actionspiele wie Fortnite, Roblox oder Brawl Stars sowie sogenannte Shooter wiesen hingegen die stärksten Zusammenhänge mit einem erhöhten IGD-Risiko auf.

Korrelationen, keine Kausalität

Die Studie zeigt Zusammenhänge zwischen Gaming-Verhalten und kognitiven Leistungen, lässt jedoch keine direkten Kausalaussagen zu. Ob intensives Gaming kognitive Fähigkeiten beeinflusst, lässt sich auf Basis der vorliegenden Daten nicht ableiten.