Gletscherbahnen Kaprun lassen Felsen abtragen, um Skipisten nach Gletscherrückgang zu erhalten

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Am Kitzsteinhorn bei Kaprun lassen die Gletscherbahnen Kaprun derzeit Felsmaterial, glazialen Schutt und Erde abtragen. Drei Bagger sind dort im Einsatz, wo einst das Schmiedinger Kees lag. Hintergrund ist der Rückzug des Gletschers, durch den zerfurchtes und wild zerklüftetes Gestein zum Vorschein kommt.

Bagger im Hochgebirge am Kitzsteinhorn

Die Arbeiten dienen dazu, Rillen und Furchen im freigelegten Gelände aufzufüllen, damit dort weiterhin Skipisten betrieben werden können. Dafür wird Gestein zerkleinert und zur Auffüllung der unebenen Flächen genutzt. Thomas Maierhofer, Vorstand der Gletscherbahnen Kaprun, bezeichnet die Maßnahme als rein technische Anpassung und nicht als Erweiterung des Skigebiets.

Für die Fels-Arbeiten gab es 2023 ein umfangreiches Bewilligungsverfahren. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung war dabei nicht notwendig. Die erforderlichen Genehmigungen für die aktuellen Arbeiten liegen laut den Gletscherbahnen Kaprun vor.

Kritik der Grünen an den Eingriffen

Die Grünen im Salzburger Landtag kritisieren die Arbeiten am Kitzsteinhorn. Landessprecherin Martina Berthold argumentiert, dass dort, wo sich das Eis zurückzieht, neue hochalpine Flächen entstehen, die geschützt werden müssten. „Man darf nicht jedem schmelzenden Gletscher einen Bagger nachschicken“, sagte Berthold. Es dürfe nicht sein, dass Gebiete unmittelbar nach dem Rückzug des Gletschers pistentauglich gemacht würden.

Einordnung durch die Glaziologie

Die Glaziologin Andrea Fischer ordnet die Entwicklung am Kitzsteinhorn in den größeren Zusammenhang der Gletscherschmelze ein. Ihr zufolge erreicht die Schmelze in diesem Jahr eine völlig neue Dimension. Als bisherige Rekordjahre nennt Fischer 2003 und 2022. Nach ihren Angaben schmilzt das Eis derzeit rund um die Uhr – bis hinauf zu den Gipfeln.

Gletscherrückgang und alpine Infrastruktur

Grundsätzlich verändert der Rückzug von Gletschern in den Alpen die Beschaffenheit des freigelegten Untergrunds erheblich. Wo über Jahrzehnte oder Jahrhunderte Eis lag, tritt häufig unregelmäßiges, stark verwittertes Gestein zutage, das sich von ursprünglich präpariertem Pistengelände deutlich unterscheidet. Betreiber von Skigebieten in Gletscherregionen stehen dadurch regelmäßig vor der Aufgabe, freigelegte Flächen technisch zu bearbeiten, um den Betrieb bestehender Anlagen und Pisten aufrechtzuerhalten.

Solche Eingriffe unterliegen in Österreich in der Regel behördlichen Genehmigungsverfahren, in denen unter anderem geprüft wird, ob eine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich ist. Maßgeblich dafür sind meist Kriterium wie Umfang, Lage und ökologische Bedeutung der betroffenen Fläche. Naturschutzorganisationen und politische Akteure verweisen in diesem Zusammenhang häufig darauf, dass durch den Gletscherrückgang neu entstehende hochalpine Lebensräume ökologisch besonders empfindlich und teils noch unzureichend erforscht seien.

Die Gletscherschmelze in den Ostalpen wird von der Wissenschaft seit Jahren beobachtet und dokumentiert. Faktoren wie Lufttemperatur, Sonneneinstrahlung und die Dauer schneefreier Perioden beeinflussen dabei maßgeblich, wie schnell sich Gletscherflächen zurückziehen. Langzeitmessungen an alpinen Gletschern dienen unter anderem dazu, Entwicklungen über mehrere Jahrzehnte vergleichbar zu machen und Veränderungen einzelner Jahre einordnen zu können.

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Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.