Anrainer in Lofer und Schneizlreuth fordern gemeinsam Tempolimit gegen Verkehrsbelastung
Bewohner des Loferer Ortsteils Hallenstein im Pinzgau haben sich mit deutschen Nachbarn in Schneizlreuth zusammengeschlossen, um gegen die zunehmende Verkehrsbelastung auf beiden Seiten der Grenze vorzugehen.
In Hallenstein dürfen Fahrzeuge derzeit mit bis zu 80 Stundenkilometern durch den Ort fahren, obwohl die Bundesstraße direkt zwischen den Häusern verläuft. Die Anrainer fordern Tempo 50 auf dem Abschnitt vor ihren Häusern und sammelten dafür 400 Unterschriften.
Situation auf deutscher Seite
Auch in einem Ortsteil von Schneizlreuth klagen Anrainer über die Verkehrssituation. Dort wird der Verkehr aus einer Tempo-100-Zone kommend abgebremst, in Richtung Lofer anschließend wieder beschleunigt. Anrainerin Annemarie Niederberger berichtet, dass Fahrzeuge vor den Kurven noch einmal beschleunigen.
Bürgermeister Wolfgang Simon (FWG) von Schneizlreuth spricht sich für ein Tempolimit sowie ein Überholverbot aus. Er nennt Spitzengeschwindigkeiten von 100 bis 150 Stundenkilometern bei Überholmanövern, bei denen sich auch Lkw gegenseitig überholen.
Zuständigkeiten und weiteres Vorgehen
Über mögliche Lösungen entscheidet auf deutscher Seite die zuständige Verkehrsbehörde im Landratsamt. Der Loferer Bürgermeister Norbert Meindl (ÖVP) setzt sich für Verbesserungen entlang der gesamten Bundesstraße im Gemeindegebiet ein und bezeichnet ein Tempolimit von 60 km/h als wichtigen Schritt.
Die österreichischen Behörden führten bis vor zwei Wochen Geschwindigkeitsmessungen an dem betroffenen Straßenabschnitt durch.





