Großbrand auf Feld in Garsten – 160 Feuerwehrleute im Einsatz

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

Dieses Thema Freunden empfehlen

In Garsten im Bezirk Steyr-Land ist am Donnerstag ein landwirtschaftliches Feld in Brand geraten. Insgesamt zehn Feuerwehren rückten aus, rund 160 Einsatzkräfte bekämpften die Flammen. Wohnhäuser und ein angrenzendes Waldstück blieben von dem Feuer verschont. Verletzt wurde laut Feuerwehr niemand.

Großeinsatz nach Alarmierung am Nachmittag

Die Alarmierung erfolgte kurz nach 14 Uhr. Zunächst wurden fünf Feuerwehren aus der Umgebung von Garsten zum Einsatzort beordert. Bereits bei der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung zu erkennen, zudem waren große Flammen sichtbar. Das Feuer hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf das gesamte landwirtschaftliche Feld ausgebreitet.

Angesichts des Ausmaßes löste die Einsatzleitung Alarmstufe 2 aus. Daraufhin wurden weitere Feuerwehren zur Unterstützung nachalarmiert, sodass insgesamt zehn Wehren mit rund 160 Einsatzkräften vor Ort im Einsatz standen.

Koordinierte Bekämpfung in drei Abschnitten

Um die Löscharbeiten zu strukturieren, teilten die Einsatzkräfte das Feld in drei Abschnitte ein. Für die Wasserversorgung errichteten sie zwei längere Zubringerleitungen. Als Wasserquelle diente ein nahegelegener Schwimmkanal.

Unterstützung erhielt die Feuerwehr zudem von einem Landwirt, der mit einem Grubber anrückte. Er zog damit Schneisen um das bereits abgebrannte Stoppelfeld und trug so dazu bei, den Brand einzudämmen. Im Anschluss kontrollierten die Einsatzkräfte die betroffenen Flächen auf mögliche Glutnester. Nach etwa vier Stunden konnten die Feuerwehren wieder einrücken. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Herausforderung Wasserversorgung bei Feldbränden

Bei Feldbränden zählt die Wasserversorgung grundsätzlich zu den größten logistischen Herausforderungen für Einsatzkräfte. Anders als in bebauten Gebieten stehen auf freien landwirtschaftlichen Flächen meist keine Hydranten zur Verfügung. Feuerwehren müssen daher häufig auf natürliche Gewässer, Löschteiche oder Kanäle zurückgreifen und das Wasser über lange Schlauchstrecken zum Brandort transportieren. Solche Zubringerleitungen können je nach Entfernung mehrere Hundert Meter umfassen und erfordern eine präzise Abstimmung zwischen den beteiligten Wehren.

Die Einteilung eines Brandareals in mehrere Abschnitte ist bei größeren Flächenbränden ein gängiges taktisches Vorgehen. Dadurch lassen sich Kräfte gezielter einsetzen und einzelne Bereiche unabhängig voneinander kontrollieren. Alarmstufen dienen in diesem Zusammenhang dazu, den Umfang eines Einsatzes rasch an den tatsächlichen Bedarf anzupassen. Je höher die Alarmstufe, desto mehr Feuerwehren und Gerätschaften werden automatisch nachalarmiert.

Landwirtschaftliche Maschinen wie Grubber oder Pflüge kommen bei Feldbränden gelegentlich zusätzlich zum Einsatz. Sie eignen sich dazu, brennendes oder gefährdetes Erntegut mechanisch von unversehrten Flächen zu trennen und so eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Besonders auf abgeernteten Stoppelfeldern kann trockenes Pflanzenmaterial sehr schnell Feuer fangen und sich bei entsprechenden Windverhältnissen rasch über größere Flächen ausbreiten.

Nach dem eigentlichen Löschvorgang ist die Kontrolle auf Glutnester ein fester Bestandteil der Nachlöscharbeiten. Gerade in trockenem Erntegut oder Stroh können sich Glutnester über längere Zeit halten und unbemerkt erneut aufflammen. Deshalb werden betroffene Flächen üblicherweise noch längere Zeit nach dem sichtbaren Ende eines Brandes systematisch abgesucht, bevor die Einsatzkräfte den Ort endgültig verlassen.