Großbrand in Müllhalle in Wien-Donaustadt: Ermittlungen zur Brandursache laufen
In Wien-Donaustadt ist am vergangenen Freitag ein Großbrand in einer Lagerhalle für Müll ausgebrochen. Die Berufsfeuerwehr Wien war bis weit in den Samstag hinein mit Löscharbeiten beschäftigt.
Der Brand verursachte erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen: Die Südosttangente war von Freitagabend bis zur Nacht auf Sonntag gesperrt. Auch die vorbeiführende Bahnstrecke sowie die U2-Linie waren für mehrere Stunden nicht in Betrieb.
Ermittlungen zur Brandursache
Die Brandermittlergruppe des Landeskriminalamtes (LKA) sowie ein Sachverständiger des Bundeskriminalamtes (BK) werteten die Brandmeldeanlage der Lagerhalle aus. Der Sachverständige grenzte den Ausbruch des Feuers auf eine Lagerkoje für Sperrmüll ein. Im Brandschutt wurden Batterien, Akkuteile, Elektroteile, Spraydosen sowie weitere leicht entzündliche Gegenstände gefunden.
Die Wiener Polizei teilte mit, dass offensichtliche Hinweise auf eine vorsätzliche oder grob fahrlässige Brandinitiierung durch Dritte nicht festgestellt werden konnten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit gehen die Behörden davon aus, dass einer der im Brandschutt gefundenen Gegenstände den Brand im Zuge der Lagerung ausgelöst hat. Eine abschließende Klärung der Ursache steht noch aus.
Betreiber und Branchenreaktion
Die betroffene Müllhalle wird von der Energie AG betrieben. Der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe forderte im Ö1-Morgenjournal infolge des Vorfalls die Einführung eines Batteriepfands.








