Grundwasserstände in Österreich besorgniserregend niedrig – 78 Prozent der Messstellen betroffen
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Greenpeace: Grundwasserstände in Österreich weiterhin auf niedrigem Niveau

Rund 78 Prozent der offiziellen Grundwasser-Messstellen in Österreich zeigen derzeit niedrige oder sehr niedrige Stände. Das geht aus einer Auswertung von Greenpeace hervor, die alle 224 offiziellen Messstellen des Landes umfasst.

Die Auswertungen erfolgten zu drei Zeitpunkten: Ende April, Ende Mai und am 25. Juni. Ende Mai waren noch 86 Prozent der Messstellen von niedrigem oder sehr niedrigem Grundwasser betroffen. Trotz Niederschlägen im Mai und Juni blieb der Rückgang in mehreren Bundesländern markant.

Niederösterreich mit historischen Tiefständen

Besonders ausgeprägt ist die Situation in Niederösterreich, wo 45 der 224 Messstellen liegen. Bei der Auswertung vom 25. Juni wiesen dort 11 Messstellen einen sehr niedrigen Stand auf, 26 einen niedrigen, 7 einen mittleren und eine Messstelle einen hohen Stand. Der Anteil der Messstellen mit sehr niedrigem Stand stieg im Vergleich von Mai zu Juni von 13 auf 24 Prozent. Alle niederösterreichischen Messstellen verzeichnen den niedrigsten Juni-Stand seit Beginn der Messungen.

Neben Niederösterreich wurden auch im Burgenland und in Vorarlberg markante Rückgänge gegenüber dem Vormonat festgestellt.

Greenpeace fordert politische Maßnahmen

Greenpeace, für das Sebastian Theissing-Matei tätig ist, verbindet die Auswertung mit einer Reihe von Forderungen: Die Organisation spricht sich für ein transparentes Wasserentnahme-Register, einen Trinkwassersicherungsplan sowie eine Wasserabgabe für industrielle Großverbraucher aus. Zudem fordert Greenpeace mehr Tempo bei Renaturierungsprojekten an Flüssen und lehnt Veränderungen an der EU-Wasserrahmen-Richtlinie ab.