Trockenheit belastet Heuernte in Salzburg deutlich
Die anhaltende Trockenheit hat die Heuernte in Salzburg spürbar beeinträchtigt. Bereits bei der ersten Mahd im Juni brach die Ernte um die Hälfte ein, die zweite Heuernte fällt nach Angaben von Landwirten ebenfalls deutlich geringer aus.
Franz Keil, Obmann der Bio-Heu-Region Trumer Seenland, beziffert den Rückgang auf 20 bis 30 Prozent gegenüber dem üblichen Niveau. Die Qualität des Heus sei teilweise gut, die Menge fehle jedoch.
Wenig Niederschlag, wenig Wachstum
Matthias Greisberger, Grünlandreferent der Landwirtschaftskammer Salzburg, führt die Situation auf die Niederschlagslage zurück. Das Land sei mit geringen Niederschlagsreserven aus dem Winter gekommen, im gesamten Bundesland seien in den vergangenen Monaten nur wenige Millimeter Niederschlag gefallen. Der Juni sei heiß und trocken gewesen, im Dauergrünland sei in dieser Zeit wenig gewachsen. Greisberger weist darauf hin, dass für die Produktion eines Kilogramms Heu 500 bis 600 Liter Wasser benötigt werden.
Als Maßnahme empfiehlt Greisberger die Einsaat trockenheitstoleranterer Arten wie Rotklee.
Frühere Mahd auf Biodiversitätsflächen möglich
Auf bestimmten Biodiversitätsflächen durfte heuer früher gemäht werden als üblich. Der reguläre Stichtag liegt am 15. Juni. Im Pinzgau war die Mahd bereits ab dem 26. Mai erlaubt, im restlichen Bundesland ab dem 27. Mai – damit sechs beziehungsweise fünf Tage früher als normal. Betriebe, die diese Möglichkeit nutzen, müssen die frühere Mahd melden und verlieren dafür eine finanzielle Prämie. Diese beginnt bei 54 Euro pro Hektar und kann mehrere hundert Euro betragen.
Michael Schmidhuber, Obmann der Bezirksbauernkammer Flachgau, erklärt zudem, dass die neue Wochenvariante auf sieben Wochen verkürzt worden sei.








