Hitzewelle befeuert Debatte über Vorverlegung der Kärntner Sommerferien
In Kärnten wird angesichts einer anhaltenden Hitzewelle über eine Vorverlegung der Sommerferien diskutiert. Das aktuelle Schuljahr endet regulär am 10. Juli, wenn die Zeugnisse ausgegeben werden.
Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) sprach sich für eine Vorverlegung der Sommerferien um zwei Wochen aus. Das Thema war Gegenstand der Sitzung der Landesregierung am Dienstag. Als erschwerend gilt, dass viele Klassenzimmer nicht klimatisiert sind.
Unterschiedliche Einschätzungen aus Schulen und Elternvertretung
Direktorin Gerlinde Zergoi-Wagner von der HLW St. Veit sieht eine bloße Vorverlegung der Ferien nicht als ausreichende Lösung und nennt bauliche Maßnahmen als Alternative. Lehrer- und Personalvertreter Manfred Jantscher zeigte sich skeptisch: Er verwies auf den erheblichen organisatorischen Aufwand sowie auf offene Fragen im Zusammenhang mit der Matura.
Ulrike Reinöhl, Präsidentin des Elternvereins an den höheren Schulen in Kärnten, hält eine Vorverlegung hingegen für machbar. Ulla Zedrosser-Gruber, Direktorin des BG Lerchenfeld in Klagenfurt, würde eine solche Maßnahme ebenfalls begrüßen.
Bereits im Mai hatte es eine ausgeprägte Hitzeperiode gegeben. Elterninitiativen zum Ankauf von Ventilatoren scheitern nach vorliegenden Angaben häufig an Sicherheitsbestimmungen. Ob eine Vorverlegung der Ferien tatsächlich umgesetzt wird, ist derzeit offen.






