Höhere Motorbootsteuer am Wörthersee lässt den See verwaisen

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Am Wörthersee ist in diesem Sommer deutlich weniger Motorbootverkehr zu verzeichnen als in den Vorjahren. In der Marina in Reifnitz sind zwar viele Liegeplätze belegt, ein Großteil der Boote ist jedoch eingepackt und nicht in Betrieb. Hintergrund ist eine deutliche Erhöhung der Motorbootsteuer im Rahmen eines neuen Schutzkonzepts des Landes Kärnten.

Deutlich weniger Boote auf dem See

René Mureny von der Marina Reifnitz beschreibt die Lage am 24. August 2026 als außergewöhnlich ruhig. Nach seinen Worten ist an diesem Tag quasi kein Mensch auf dem See unterwegs. Ein derartiges Ausmaß habe es seinen Angaben zufolge in den vergangenen 50 Jahren nicht gegeben.

Als Ursache nennt Mureny die gestiegenen Kosten für Bootsbesitzer. Die monatlichen Ausgaben für ein durchschnittliches Motorboot sind von rund 600 Euro auf etwa 900 Euro gestiegen. Mureny kritisiert, dass die Motorbootabgabe um 50 Prozent erhöht worden sei.

Auch aus der Tourismusbranche gibt es Rückmeldungen zu der Entwicklung. Matthias Trattnig vom Hotel Linde in Maria Wörth berichtet, dass sich einige Bootfahrer nach Alternativen umschauen. Die Stimmung insgesamt bezeichnet er als ein bisschen schlecht.

Weniger Unfälle und verstärkte Kontrollen

Die Wasserpolizei registriert in diesem Jahr weniger Unfälle auf dem Wörthersee. Bisher kam es nur zu einem schweren Unfall. Anfang Mai 2026 fuhr ein Boot auf die Kapuzinerinsel auf, wobei die Lenkerin verletzt wurde. Bei ihr wurden 1,6 Promille Alkohol im Blut festgestellt.

Die Wasserpolizei ist am See teilweise mit zwei Booten gleichzeitig im Einsatz, von früh um 6.00 Uhr bis teilweise spät in die Nacht. Peter Wallner, Leiter der Wasserpolizei, berichtet, dass mehrere Alkolenker aus dem Verkehr gezogen werden konnten.

Neues Schutzkonzept für den See

Das Land Kärnten hat ein Schutzkonzept mit strengeren Regeln für den Wörthersee beschlossen. Kernbestandteil ist die höhere Motorbootsteuer, die künftig für ein durchschnittliches Boot rund 900 Euro beträgt. Die Abgabe soll im kommenden Jahr weiter steigen.

Motorbootsteuer als Lenkungsinstrument

Grundsätzlich werden Abgaben auf Motorboote in vielen Regionen mit stark frequentierten Gewässern als Instrument eingesetzt, um die Zahl der Fahrzeuge auf dem Wasser zu beeinflussen. Höhere Steuern sollen üblicherweise dazu beitragen, den Verkehr auf einem See zu reduzieren und damit Belastungen für Umwelt und Anrainer zu verringern. Gleichzeitig fließen solche Einnahmen häufig in die Finanzierung von Infrastruktur oder Überwachungsmaßnahmen an den betroffenen Gewässern.

Für die Tourismuswirtschaft an Seen bedeuten Veränderungen im Bootsverkehr in der Regel unmittelbare wirtschaftliche Auswirkungen, da Marinabetriebe, Bootsverleiher und angrenzende Gastronomiebetriebe häufig eng mit der Nachfrage nach Wassersportangeboten verbunden sind. Bei rückläufigen Zahlen an Booten auf dem Wasser können sich entsprechend auch Effekte auf angrenzende Branchen ergeben.

Die Kontrolle von Alkohol am Steuer spielt bei der Wasserpolizei grundsätzlich eine zentrale Rolle, da Promillegrenzen auch auf Gewässern gelten und bei Zuwiderhandlung zu Anzeigen oder dem Verbot der Weiterfahrt führen können. Regelmäßige Kontrollfahrten during der Saison gehören in vielen Seengebieten zu den Standardaufgaben der zuständigen Behörden, um die Sicherheit für alle Wassernutzer zu gewährleisten.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.