Höllental: Hoher Besucherandrang stellt Gemeinden vor Herausforderungen
An heißen Sommertagen zieht das Höllental im Bezirk Neunkirchen tausende Menschen an. Die Schwarza bietet dabei Abkühlung und ist ein zentraler Anziehungspunkt für Badegäste.
Handyaufnahmen von Anrainern von Ende Juni zeigen volle Parkflächen, in die Fahrbahn ragende Fahrzeuge sowie dichtes Verkehrsaufkommen und zahlreiche Badegäste entlang der Schwarza.
Sensibles Naturschutzgebiet ohne Infrastruktur
Vizebürgermeister Michael Sillar (ÖVP) aus Reichenau weist darauf hin, dass es sich beim Höllental um ein sensibles Natur- und Quellschutzgebiet handelt. Infrastruktur wie Parkplätze, Müllbehälter oder Toilettenanlagen sind dort nicht vorhanden.
Gemeinden, Tourismusbetriebe und Grundeigentümer arbeiten derzeit gemeinsam an Lösungen. Beteiligt sind unter anderem die Bezirkshauptmannschaft, die Polizei sowie Grundeigentümer wie die Stadt Wien. Diskutiert werden zusätzliche Halte- und Parkregelungen sowie Maßnahmen zur Besucherlenkung. Vorrangig soll jedoch die konsequentere Durchsetzung bestehender Vorschriften erfolgen.
Waldbrandverordnung wegen Trockenheit
Für den Bezirk Neunkirchen gilt derzeit aufgrund der anhaltenden Trockenheit eine Waldbrandverordnung. Offenes Feuer sowie das Rauchen im Wald und in dessen Gefährdungsbereich sind untersagt.
2021 hatte sich im Rax-Schneeberg-Gebiet der größte Waldbrand Österreichs entwickelt. Feuerwehren und Bundesheer standen damals tagelang im Einsatz.
Unterschiedliche Vorschläge der Beteiligten
Touristiker Bernd Scharfegger weist darauf hin, dass viele Besucherinnen und Besucher lediglich einen Tagesausflug ins Höllental unternehmen, ohne touristische Angebote der Region in Anspruch zu nehmen.
Hubert Prigl, Vorsitzender der Naturfreunde-Ortsgruppe Reichenau, fordert kurzfristig konsequente Parkverbote entlang der Wanderwege sowie deren Kontrolle. Sillar hält dagegen wenig von Zufahrtsbeschränkungen für bestimmte Besuchergruppen.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.







