Innsbruck weitet Parkgebühren massiv aus – Neue Zonen und längere Zeiten ab 2026
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Innsbruck weitet Parkraumbewirtschaftung ab Herbst 2026 aus

Die Stadt Innsbruck plant, die Parkraumbewirtschaftung zeitlich und räumlich deutlich auszuweiten. Gelten sollen die neuen Regelungen ab Herbst 2026 – vorausgesetzt, der Gemeinderat stimmt zu. Die Abstimmung ist für Mitte Juli angesetzt.

Längere Gebührenzeiten und neue Stadtteile

Werktags soll Parken in den Kurzparkzonen künftig von 8.00 bis 21.00 Uhr gebührenpflichtig sein. Bislang beginnt die Gebührenpflicht in den 90-Minuten-Zonen um 9.00 Uhr, in den 180-Minuten-Zonen endet sie bereits um 19.00 Uhr. An Samstagen wird die Gebührenpflicht erheblich ausgedehnt: Statt bisher von 9.00 bis 13.00 Uhr soll sie künftig von 8.00 bis 18.00 Uhr gelten.

Räumlich sollen die kostenpflichtigen Zonen auf die Stadtteile Arzl, Kranebitten und das Olympische Dorf ausgeweitet werden. Als Hintergrund wird genannt, dass dort in den vergangenen Monaten vermehrt Meldungen über Dauerparker eingegangen seien. Diese sollen unter anderem aus den Stadtteilen Rossau und Mühlau-Arzl zugezogen sein, nachdem dort nächtliche, gebührenfreie Kurzparkzonen eingeführt worden waren.

Für die Parkstraßen bei Schloss Ambras, auf der Hungerburg und beim Alpenzoo ist eine tägliche Gebührenpflicht von 8.00 bis 21.00 Uhr vorgesehen – auch am Wochenende. Beim Tivoli soll die Regelung saisonal gestaffelt sein: In den Sommermonaten täglich von 8.00 bis 21.00 Uhr, im Winterhalbjahr gelten dieselben Zeiten wie in den Kurzparkzonen.

Höhere Gebühren für Parkkarten

Neben den Zeitregelungen sind auch Preisanpassungen bei den Parkkarten geplant. Die monatliche Gebühr für Anwohnerparkkarten soll von derzeit 6,18 Euro auf 9,96 Euro steigen – laut Planung die erste Erhöhung seit 2014. Berufsparkkarten für Pendlerinnen und Pendler, Ärztinnen und Ärzte sowie ortsansässige Betriebe sollen von 12,35 Euro auf 18,80 Euro pro Monat teurer werden. Für Pflegende, Hebammen und die Hauskrankenpflege ist eine Anpassung von 6,18 Euro auf 9,96 Euro monatlich vorgesehen. Die Kurzparkgebühren in den Zonen und Parkstraßen selbst sollen unverändert bleiben.

Kritik der Wirtschaftskammer

Mobilitätsstadträtin Janine Bex von den Grünen steht hinter den Plänen. Die Wirtschaftskammer hingegen kritisiert die Ausweitung der kostenpflichtigen Parkzeiten und sieht darin eine weitere Schwächung der Wettbewerbsfähigkeit der Innsbrucker Innenstadt. Bex erklärte, die Kritik der Wirtschaftskammer nicht ganz nachvollziehen zu können.